Ernährung

Bärlauch – Heilpflanze und leckerer Frühlingsbote!

Pflanzen die den kraftvollen Bären in ihrem Namen tragen gelten als besonders heilkräftig, kraftgebend und fruchtbarkeitsfördernd. Bei den Germanen war der Bär ein Tier, das symbolisch für Kraft und Stärke stand. Er konnte die Macht des Winters brechen und brachte Fruchtbarkeit zurück. Mit seiner Rückkehr kam der Frühling. In unserem Wort „ge-bä-ren“ steckt heute noch diese Assoziation mit Kraft und Fruchtbarkeit.

Genau wie der Bär bringt auch der Bärlauch den Frühling.

Wachsen die ersten Blätter dann ist der Frühling nicht mehr weit. Die Germanen glaubten, dass Seelentiere wie der Bär, der Fuchs und der Wolf sich auch in Pflanzen widerspiegeln und diese verkörpern können. Wurden diese Pflanzen dann gegessen, übertrug sich die Kraft des Tieres auf den Menschen. Neben dem Bärlauch tragen auch Bärwurz, Bärlapp und der Bärenklau dieses Krafttier im Namen. Pflanzen die dem Bären zugeordnet sind haben reinigende Wirkungen. Sie bringen Erneuerung und stärken den Körper nach der langen zehrenden Winterzeit. Der Bärlauch steht da an ganz oberster Stelle der Heilpflanzen.
Das Wissen der Germanen über diese Pflanze wurde natürlich weitergetragen und auch Karl der Große ordnete um das Jahr 800 n.Chr. die Pflanzung von Bärlauch und anderen Laucharten im Garten der Menschen an. Heute pflanzt fast niemand mehr Bärlauch an. Er ist wieder verwildert und wurde in der Küche vom Knoblauch ersetzt. Das sollte aber kein Hindernis sein, den Bärlauch wieder in unsere Küchen und Medizinschränke zurückzuholen und vor allem auch das vergessene Wissen um den Bärlauch wieder neu zu entdecken.

Heilwirkung von Bärlauch

Der Bärlauch ist eine sehr kräftige Heilpflanze. Er wird traditionell bei Magen- und Darmstörungen verwendet, vor allem wegen der verdauungsanregenden und antibakteriellen, wie auch antiparasitären Wirkung. Aber auch bei erhöhtem Blutdruck oder hohem Cholesterinspiegel wird er eingesetzt. Die immunsystemstärkende, tonisierende und vor allem blutreinigende Wirkung machen ihn zu einer perfekten Frühlingskurpflanze. Genau dann, wenn uns der Winter noch in den Gliedern steckt, kann uns der Bärlauch wieder richtig einheizen. Seine kräftige Wirkung erhält er durch die tollen Mischung seiner Wirkstoffe. Vor allem die ätherischen und schwefelhaltigen Öle und der hohe Gehalt an Vitamin C machen ihn zu einer Kraftbombe.

Kulinarik

Der Bärlauch ist einer der vielfältigsten Wildpflanzen für den Einsatz in der Küche. Das liegt vor allem daran, dass alles am Bärlauch essbar ist. Von seiner in der Erde steckenden Zwiebel über die Blätter, Knospen, Blüten bis hin zu seinen Früchten (Samen). Solang man weiß wie man ihn sicher erkennt, kann man ihn immer ernten. Damit ist die Zeit in der wir mit Bärlauch kochen können auch relativ lang. Er zeigt sich in manchen Gegenden schon im Februar und bis in den Juni hinein kann man die knackigen, grünen Früchte (Samen) sammeln.

Der Bärlauch kann so viel mehr als nur Pesto sein

Vom smaragdgrünen Bärlauchöl über japanische Bärlauch-Gyozas, Blütenstängel Stir-Fry , essbare Blütensträuße bis hin zu fermentierten Bärlauchknsopen. Im Bärlauch-Ebook findet man mehr als 15 Rezepte mit denen man auch den letzten Bärlauchmuffel zum Bärlauchsuchti macht. Es sind aber nicht nur Rezepte enthalten, sondern auch eine Anleitung zur sicheren Bestimmung des Bärlauchs, der Vergleich mit seinen giftigen Doppelgängern und noch mehr Informationen zu seiner Heilwirkung.

Hier gibt es das vollständige Bärlauch E-book im VildVuchs Shop

ZU BEACHTEN:

Sammeln von Wildpflanzen sollte immer in einer nachhaltigen Art und Weise gemacht werden. D.h. der Bestand einer Pflanze sollte durch das Sammeln nicht gefährdet werden. Der Bärlauch ist in manchen Gegenden in Deutschland eher eine seltene Pflanze. Dort sollte man den Bärlauch eher stehen lassen.

Außerdem hat Victoria Lorenz von VildVuchs noch dieses leckere Bärlauch-Rezept auf dem BrainFood Magazin veröffentlicht! Viel Vergnügen beim Entdecken!

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