Produkttest: Damenunterwäsche aus Baumwolle für mehr Hautverträglichkeit


Lesedauer 4 Minuten

Ein Artikel von Sandra Strixner

Unterwäsche gehört zu den Kleidungsstücken, die wir am häufigsten und längsten tragen – oft über viele Stunden täglich. Sie begleitet uns im Alltag, bei Bewegung, auf Reisen und manchmal sogar nachts. Umso wichtiger finde ich die Frage: Was tragen wir eigentlich direkt auf unserer Haut?

Als ganzheitliche Gesundheitsberaterin beschäftige ich mich schon lange mit Themen wie bewusster Konsum, Materialqualität und einem möglichst schadstoffarmen Alltag. Dabei geht es für mich nicht um Perfektion oder Schwarz-Weiß-Denken, sondern darum, bewusstere Entscheidungen zu treffen – Schritt für Schritt.

Ich durfte drei BHs von NATURANA testen – darunter auch zwei Modelle aus GOTS-zertifizierter Baumwolle. Die Marke verfolgt insgesamt das Ziel, ihre Produkte und Prozesse kontinuierlich verantwortungsvoller zu gestalten und setzt bei einem Teil ihres Sortiments bereits auf anerkannte Nachhaltigkeitsstandards.

Nachhaltigkeit bei Unterwäsche: Warum das Thema immer wichtiger wird

Immer mehr Frauen achten heute bewusst darauf, wie Kleidung hergestellt wird, welche Materialien verwendet werden und welche Standards dahinterstehen.

Nachhaltige Unterwäsche bedeutet für mich dabei nicht automatisch: nur Naturfasern sind gut und alles andere schlecht. So einfach ist Nachhaltigkeit selten.

Viel spannender finde ich die Frage:

Wie bewusst und verantwortungsvoll werden Materialien eingesetzt und verarbeitet?

Denn je nach Produkt können unterschiedliche Fasern unterschiedliche Funktionen erfüllen.

Materialmischungen können beispielsweise sinnvoll sein, wenn es um:

  • Halt und Stabilität
  • Komfort im Alltag
  • Langlebigkeit
  • Bewegungsfreiheit und Passform

geht.

Gerade bei BHs spielen diese Aspekte eine große Rolle.

Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf Qualität, Verarbeitung und Produktionsstandards – statt nur auf einzelne Materialien.

Warum hochwertige Materialien und transparente Standards wichtig sind

Unsere Haut ist ein hochaktives Organ und steht täglich in engem Kontakt mit unserer Kleidung.

Unterwäsche tragen wir oft viele Stunden am Stück – kombiniert mit:

  • Wärme
  • Bewegung
  • Reibung
  • Feuchtigkeit durch Schwitzen

Gerade deshalb achten viele Menschen heute bewusster auf Textilien, die hautnah getragen werden.

Je nach Produktionsweise können in Textilien unterschiedliche Hilfsmittel eingesetzt werden – etwa bei Färbung, Veredelung oder Formstabilität.

Deshalb finde ich Transparenz wichtig: Wie wird produziert? Welche Standards gelten? Gibt es unabhängige Zertifizierungen?

GOTS-Zertifizierung: Was steckt eigentlich dahinter?

Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang immer wieder auftaucht, ist GOTS (Global Organic Textile Standard).

Die Zertifizierung gehört zu den strengsten Standards für Naturtextilien und berücksichtigt verschiedene Aspekte entlang der Lieferkette.

Dazu gehören unter anderem:

  • Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau
  • strengere Anforderungen an chemische Prozesse
  • Umwelt- und Sozialstandards in der Produktion
  • transparente Lieferketten

Für mich schafft das vor allem eines: Orientierung und Vertrauen beim Kauf.

Denn gerade in Zeiten von Fast Fashion ist es oft schwierig einzuschätzen, wie Kleidung tatsächlich produziert wurde.

Chemikalien in konventioneller Unterwäsche – was diskutiert wird

Je nach Herstellungsprozess können in konventioneller Unterwäsche verschiedene Stoffgruppen verwendet werden, z. B.:

  • Farbstoffe und Fixiermittel
  • optische Aufheller
  • Weichmacher und Ausrüstungschemikalien
  • funktionelle Beschichtungen (z. B. Formstabilität, Anti-Geruch)

Ein Teil dieser Substanzen wird wissenschaftlich im Kontext sogenannter endokriner Disruptoren diskutiert – also Stoffe, die hormonelle Prozesse beeinflussen können.

Für mich als Gesundheitsberaterin ist besonders relevant: Haut ist ein hochaktives Organ. Sie kann bestimmte Stoffe aufnehmen, insbesondere wenn Textilien eng anliegen und über längere Zeit getragen werden.

Warum GOTS-zertifizierte Unterwäsche für Umwelt und Gesundheit die bessere Alternative ist

GOTS („Global Organic Textile Standard“) ist einer der strengsten Standards für Naturtextilien. Er stellt sicher, dass:

  • Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau stammt
  • keine gesundheitsschädlichen Pestizide eingesetzt werden
  • problematische Farbstoffe und Chemikalien stark eingeschränkt sind
  • soziale und ökologische Kriterien entlang der gesamten Lieferkette eingehalten werden
  • Umwelt- und Sozialstandards in der Produktion
  • transparente Lieferketten

Für mich schafft das vor allem eines: Orientierung und Vertrauen beim Kauf.

Nachhaltigkeit ist komplexer als „Naturfaser vs. Kunstfaser“

Ein Punkt, der mir persönlich wichtig ist:

Nachhaltigkeit lässt sich selten auf einfache Gegensätze reduzieren.

Nicht jede Naturfaser ist automatisch nachhaltig – und nicht jede synthetische Faser grundsätzlich problematisch.

Entscheidend ist oft:

  • Qualität der Verarbeitung
  • verantwortungsvoller Materialeinsatz
  • Langlebigkeit eines Produkts
  • Transparenz in der Produktion

Gerade bei Unterwäsche können Materialmischungen sinnvoll sein, um Komfort, Halt und Alltagstauglichkeit zu verbessern.

Für mich geht es deshalb weniger um starre Regeln – sondern um bewusstere Entscheidungen und bessere Qualität statt Fast Fashion.

Mein Produkttest: NATURANA Soft-BHs aus Baumwolle

Nachhaltige Damenunterwäsche im Produkttest
Foto: Brain Food Magazin

1. Bügelloser Soft BH aus GOTS-zertifizierter Baumwolle

Dieser BH hat mich sofort durch seine angenehme Haptik überzeugt. Die Baumwolle fühlt sich weich und natürlich auf der Haut an, ohne zu kratzen oder zu beschweren. Besonders positiv:

  • sehr hoher Tragekomfort im Alltag
  • kein Einschneiden, kein Druck durch Bügel
  • zeichnet sich unter enger Kleidung kaum ab

Ich habe ihn auch unter engeren Oberteilen getragen und fand ihn optisch sehr unauffällig – gleichzeitig fühlt er sich wie eine zweite Haut an.

2. Soft BH ohne Bügel aus GOTS-zertifizierter Baumwolle

Nachhaltige Damenunterwäsche im Produkttest: Soft BHs von Naturana
Foto: Brain Food Magazin

Dieser BH ist eher schlicht gehalten und überzeugt vor allem durch seinen hohen Tragekomfort. Das Design erinnert mich an einen Sport-BH, weshalb ich ihn auch beim Training im Fitnessstudio getestet habe.

  • besonders atmungsaktiv
  • ideal für empfindliche Haut
  • angenehmes Körpergefühl auch bei längerer Tragedauer
  • Beim Yoga und Krafttraining hat mich der BH im Alltag überzeugt. Er sitzt bequem und bietet für moderate Belastungen ausreichend Halt. Fürs Joggen würde ich persönlich eher zu einem Sport-BH mit höherem Support greifen.

3. Athleisure Soft BH aus Baumwolle

Foto: Brain Food Magazin

Mein persönlicher Favorit im Alltag. Er verbindet Komfort mit einer sportlichen Optik. Er besteht zu 95% aus Baumwolle und 5% Elasthan.

  • sehr bequem auch unter Bewegung
  • stabil genug für Alltag & Homeoffice
  • angenehmer Halt trotz weicher Struktur

Ich habe ihn vor allem im Alltag und bei leichten Aktivitäten getragen und fand ihn sehr angenehm unaufgeregt.

Persönliches Fazit als ganzheitliche Gesundheitsberaterin

Für mich zeigt dieser Test vor allem eines:

Nachhaltigere Unterwäsche muss kein Kompromiss zwischen Komfort, Funktion und bewusstem Konsum sein.

Was mir bei den NATURANA BHs besonders gefallen hat:

  • hoher Tragekomfort
  • angenehme Materialien auf der Haut
  • unauffällige Optik unter Kleidung
  • bewusster Fokus auf Qualität und Standards

Gerade wenn man Kleidung viele Stunden täglich trägt, lohnt es sich aus meiner Sicht, bewusster hinzuschauen – nicht perfekt, sondern informierter.

Denn manchmal machen gerade die kleinen Entscheidungen im Alltag langfristig einen Unterschied.

Entdecke jetzt die Damenunterwäsche von NATURANA und überzeuge dich selbst von Komfort, Qualität und einigen GOTS-zertifizierten Materialien.

Sandra Strixner Gründerin des Brain Food Magazin und ganzheitliche Gesundheitsberaterin.

Über die Autorin

Sandra Strixner

ist eine Genussweltenbummlerin die gerne neue Länder und Kulturen entdeckt. Rezepte auf Pflanzenbasis zu entwickeln lässt ihr Herz höher schlagen. Sie ist ein Green-Networker und beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Ernährungslehre und Tierschutz. Als geprüfte Fachberaterin für holistische Gesundheit darf sie Menschen dabei begleiten sich selbst zu heilen.

GOTS-Zertifizierung https://global-standard.org/de