Jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs – warum Vorsorge so wichtig ist


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Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen weltweit. Statistisch gesehen erkrankt etwa jede achte Frau im Laufe ihres Lebens daran. In Deutschland werden jährlich rund 70.000 bis 75.000 neue Fälle diagnostiziert.

Diese Zahl klingt zunächst erschreckend. Gleichzeitig zeigen medizinische Daten auch eine positive Entwicklung: Durch Früherkennung und moderne Therapien sind die Heilungschancen heute deutlich besser als noch vor wenigen Jahrzehnten.

Gerade deshalb lohnt es sich, den eigenen Körper gut zu kennen und typische Warnzeichen zu verstehen. In diesem Artikel beantworten wir häufige Fragen rund um Brustkrebs, Symptome, Risikofaktoren und Vorsorge.

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs entsteht, wenn sich Zellen in der Brust unkontrolliert vermehren und einen Tumor bilden.
Foto: national-cancer-institute-I-F4ibaAtLA-unsplash

Brustkrebs – medizinisch Mammakarzinom – entsteht, wenn sich Zellen in der Brust unkontrolliert vermehren und einen Tumor bilden.

Am häufigsten entwickelt sich Brustkrebs in:

  • den Milchgängen (duktales Karzinom)
  • den Drüsenläppchen (lobuläres Karzinom)

Nicht jede Veränderung in der Brust ist bösartig. Viele tastbare Knoten sind gutartige Veränderungen, etwa Zysten oder Fibroadenome. Dennoch sollte jede neue Veränderung ärztlich untersucht werden.

Brustkrebs Symptome: Welche Anzeichen sollten Frauen kennen?

In frühen Stadien verursacht Brustkrebs oft keine Schmerzen. Deshalb ist Aufmerksamkeit für Veränderungen besonders wichtig.

Mögliche Brustkrebs-Symptome sind:

  • ein tastbarer Knoten in der Brust oder Achsel
  • Einziehungen der Haut oder kleine Dellen
  • Veränderungen der Brustwarze, z. B. Einziehen
  • Rötungen oder Schwellungen der Haut
  • eine sogenannte Orangenhaut-Struktur
  • ungewöhnlicher Ausfluss aus der Brustwarze

Viele dieser Symptome können auch harmlose Ursachen haben. Dennoch gilt: Neue oder ungewöhnliche Veränderungen sollten immer medizinisch abgeklärt werden.

Wann sollte man die Brust abtasten?

Die Selbstuntersuchung der Brust kann helfen, Veränderungen früh zu bemerken.

Der beste Zeitpunkt dafür ist:

5 bis 10 Tage nach Beginn der Menstruation.

In dieser Phase ist das Brustgewebe meist:

  • weicher
  • weniger gespannt
  • leichter zu untersuchen

Frauen nach den Wechseljahren können einen festen Tag im Monat wählen, um die Brust regelmäßig zu kontrollieren.

Brustkrebsvorsorge ist überlebenswichtig.
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Brustkrebs Risiko: Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Brustkrebs entsteht meist durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren.

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren

  • zunehmendes Alter
  • genetische Veränderungen (z. B. BRCA1- oder BRCA2-Mutation)
  • Brustkrebsfälle in der Familie
  • frühe erste Menstruation oder späte Wechseljahre

Lebensstil-Faktoren

Studien zeigen, dass auch der Lebensstil eine Rolle spielen kann.

Dazu gehören:

  • Übergewicht (vor allem nach den Wechseljahren)
  • regelmäßiger Alkoholkonsum
  • Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • hormonelle Einflüsse

Wichtig ist: Auch Frauen ohne erkennbare Risikofaktoren können an Brustkrebs erkranken.

Brustkrebs Vorsorge: Welche Untersuchungen gibt es?

Ein Mammographie-Screening ist eine Brustkrebsvorsorgeuntersuchung.
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Früherkennung ist einer der wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Behandlung.

Mammographie-Screening

In Deutschland werden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre zum Mammographie-Screening eingeladen.

Dabei wird die Brust mit einer Röntgenuntersuchung untersucht, um Tumoren möglichst früh zu erkennen.

Gynäkologische Vorsorge

Bei der jährlichen Untersuchung tastet die Frauenärztin oder der Frauenarzt die Brust ab und bespricht mögliche Veränderungen.

Selbstuntersuchung

Auch das eigene Körpergefühl spielt eine wichtige Rolle. Viele Frauen bemerken Veränderungen zuerst selbst.

Wie wird Brustkrebs behandelt?

Die Behandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Größe und Lage des Tumors
  • Ausbreitung der Erkrankung
  • Tumorbiologie
  • allgemeiner Gesundheitszustand

Typische Therapieformen sind:

  • Operation
  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie
  • Hormontherapie
  • zielgerichtete Medikamente

Heute kann Brustkrebs in vielen Fällen brusterhaltend operiert werden.

Wie sind die Heilungschancen?

Die Prognose hängt stark davon ab, wie früh der Krebs entdeckt wird.

Wird Brustkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen oft sehr gut. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei über 85 Prozent.

Das zeigt, wie wichtig regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Aufmerksamkeit für Veränderungen sind.


Auch wenn statistisch jede achte Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkrankt, bedeutet diese Zahl nicht, dass eine Diagnose unausweichlich ist.

Moderne Medizin, verbesserte Früherkennung und zunehmendes Wissen über Risikofaktoren haben die Behandlungsmöglichkeiten in den letzten Jahren erheblich verbessert.

Regelmäßige Vorsorge, ein bewusster Umgang mit dem eigenen Körper und medizinische Abklärung bei Veränderungen können helfen, Brustkrebs früh zu erkennen und erfolgreich zu behandeln.

Sandra Strixner Gründerin des Brain Food Magazin und ganzheitliche Gesundheitsberaterin.

Über die Autorin

Sandra Strixner

ist eine Genussweltenbummlerin die gerne neue Länder und Kulturen entdeckt. Rezepte auf Pflanzenbasis zu entwickeln lässt ihr Herz höher schlagen. Sie ist ein Green-Networker und beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Ernährungslehre und Tierschutz. Als geprüfte Fachberaterin für holistische Gesundheit darf sie Menschen dabei begleiten sich selbst zu heilen.