Nachhaltig Leben Sandra Strixner Umwelt

40 Tage Plastikfasten – wie plastikfrei leben gelingen kann

Die Fastenzeit – das sind die 40 Tage zwischen Fastnacht und Ostern. Manche Fasten aus religiösen Gründen andere weil sie sich bewusster über ihren Konsum werden wollen. Viele Menschen verzichten während dieser Zeit auf Süßes, die anderen auf Fleisch und manche auf Alkohol. Ich wollte mal was Neues probieren und begab mich auf die plastikfreie Reise, schnell musste ich feststellen, dass ich gar nicht wusste auf was ich mich da eingelassen hatte! Klaro, meine eigene Glasflasche für Wasser hab ich immer dabei, meinen Stoffbeutel für Einkäufe auch und mein Küchenschrank quilt über vor Weckgläsern! Eigentlich konnte das mit dem plastikfreien Leben doch gar nicht so schwer sein oder?

Fast alles was wir nutzen besteht aus Kunststoff

Ich ging 40 Tage mit offenen Augen und Bewusstsein für Plastik durchs Leben und stellte fest: Fast alles was wir nutzen besteht aus Kunststoff! Es fängt im Supermarkt an, alles ist bereits verpackt oder muss in durchsichtige kleine Tüten gegeben werden bevor es zur Gemüsewaage geht. Weiter zu den Blumen, die gibt es nicht ohne Plastiktopf zu kaufen – gut würde ja auch sonst die ganze Erde rausfallen. Dann bestellt man sich ausnahmsweise mal Essen nachhause und es kommt in so einer riesigen Styroporverpackung samt Alufoliendeckel. Spätestens dann weiß man: Das Leben komplett ohne Plastik wird schwierig umzusetzen sein. Auch wenn ich in diesen 40 Tagen ein paar mal an meinem gut gemeinten Vorhaben gescheitert bin, sehe ich das Experiment trotzdem als Erfolg an! Warum? Ich habe mir bewusst gemacht wo die Probleme bei der Umsetzung liegen und bereits ein paar Lösungen gefunden die ich mit dir teilen kann.

Plastikfrei im Ausland leben

Während dieser 40 Tage war ich drei Wochen in Thailand unterwegs und musste feststellen, in Asien ist es noch schwieriger plastikfrei zu leben! Wasserflaschen gibt es in kleinen Supermärkten oft nur in Plastik. In großen Supermärkten gab es vereinzelt Glasflaschen, die dann aber aus aller Welt importiert waren. Allgemein scheint das Plastikproplem in Asien noch größer zu sein als in Europa. Jeder Drink wird ungefragt mit Plastikstrohhalm serviert der wiederum in Plastik verpackt ist. Ich verstehe es sogar zum Teil, weil es hygenischer ist als aus dem Glas oder der Dose zu trinken. Auch im Lebensmittelregal an der Tankstelle gibt es erschreckendes zu sehen: Geschälte Mandarinen, halbe Avocadohälften ja sogar eine geschälte Banane wird hier mancherorts in Plastik verpackt. Zu jedem Einkauf gibt es natürlich eine Plastiktüte in die Hand die umgehend zuhause weggeworfen wird. Ich habe viel mitgenommen aus dem unverpackt Laden in Augsburg, um vor Ort kein Shampoo oder Einmal-Rasierer kaufen zu müssen, dennoch die ein oder andere Plastikflasche hatte ich nach diesem Urlaub dennoch auf dem Gewissen.

Die Plastikfreie Einkaufsliste

Ich kaufe gerne mein Obst und Gemüse auf dem Markt und nehme mir meine eigenen Einkaufstaschen und Stoffbeutel als Transportmittel mit. Statt Flüssigseife die in Plastiknachfüllpacks kommt, kaufe ich heute Handseife als Stück. Sogar Einweggeschirr für Parties, gibt es jetzt in der nachhaltigen Version: Palmblattschale und Holzbesteck! Dein Mittagessen kannst du mit Weckgläsern oder schicken Edelstahlboxen in die Arbeit transportieren.

Plastikfrei im Bad

Körperpflege

Rasierhobel*
vegane Seife*
Seifensäckchen*

Mundhygiene

Plastikfrei Ölziehen*
Bambuszahnbürste*
Zahnseide*

Naturkosmetik und Makeup-Entfernung

Veganes Makeup*
Abschminkpads*
Wattestäbchen*
Vegane Pflegeprodukte (Verpackung aus Zuckerrohrplastik)*

Badezimmerartikel

Bambus Toilettenpapier*
Bambus Reisehandtuch*

Plastikfrei in der Küche

Holz Küchenutensilien*
Weck-Gläser*
Spülbürste*
Glas Strohhalme*
Palmblattschale*
Bambus Küchenrolle*

Plastikfrei einkaufen gehen

Gemüsebeutel*
Jutebeutel*

Plastikfrei leben im Alltag und auf Reisen

Trinkflasche*
Lunchbox*
Bambus Kaffeebecher*
Glas Strohhalme*

Plastikfrei Wäsche waschen

Waschbeutel*
Eco Waschball*

Und natürlich ganz wichtig: Wer weniger konsumiert vermeidet auch Plastik. 😉 Hast du sonst noch Ideen wie Plastik vermeidbar ist? Oder möchtest irgendwas zum Thema los werden? Dann ab damit in die Kommentare!

Ich freu mich auf dein Feedback,

Wenn du dich gerne noch tiefer in das Thema Müllvermeidung und plastikfrei Leben einlesen möchte, empfehle ich dir diese Bücher:

Zero Waste Praxisbuch*
Besser leben ohne Plastik*

Ich hoffe dieser Artikel war hilfreich für dich und du kannst Plastik in deinem Leben reduzieren. Alles Liebe!

photocredits
Sandra mit Papierstrohhalm – Florian Beier

* Die mit Sternchen gekennzeichneten Links, sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf einen dieser Affiliate-Link klickst und darüber einkaufst, bekommt das Brain Food Magazin von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine kleine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht. Durch Kooperationen wie diese, können wir das Brain Food Magazin kostenlos anbieten. Danke für deine Unterstützung!


Sandra Strixner

ist eine Genussweltenbummlerin die gerne neue Länder und Kulturen entdeckt. Rezepte auf Pflanzenbasis zu entwickeln lässt ihr Herz höher schlagen. Sie ist ein Green-Networker und beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Ernährungslehre und Tierschutz. Als geprüfte Fachberaterin für holistische Gesundheit darf sie Menschen dabei helfen sich selbst zu heilen.

Für den Inhalt des Artikels ist ausschließlich der Autor verantwortlich.