Selbstbewusstsein beginnt mit dir – So kannst du die Beziehung zu dir selbst stärken


Lesedauer 3 Minuten

Warum die wichtigste Beziehung deines Lebens die zu dir selbst ist

Viele von uns wachsen mit der Vorstellung auf, dass uns irgendwann jemand „vollständig“ macht. Dass echte Sicherheit, Glück und Erfüllung erst dann entstehen, wenn da jemand ist, der uns hält, sieht, liebt und bestätigt. Als wäre da in uns ein Mangel, der erst von außen gefüllt werden muss.

Und so warten wir.
Auf den richtigen Menschen.
Auf den Moment, in dem alles Sinn ergibt.
Auf jemanden, der uns rettet, beruhigt, bestätigt.

Doch was, wenn dieses Warten uns davon abhält, das zu leben, was längst da ist?

Selbstbewusstsein entsteht nicht im Außen

Selbstbewusstsein und Selbstwert solltest du nicht nur von Rückmeldungen von Außen abhängig machen. Du darfst beides im Inneren kultivieren.
Foto: caroline-veronez-bbjmFMdWYfw-unsplash

Selbstbewusstsein entsteht oft dann, wenn wir erkennen wie wertvoll wir sind. Selbstwert ist nichts, das dir jemand geben kann.
Keine Beziehung, kein Kompliment, kein Ring am Finger kann dauerhaft ersetzen, was nur von innen entstehen kann.

Viele Menschen verknüpfen ihr Selbstbewusstsein und Selbstwert mit der Rückmeldung anderer:
Bin ich begehrenswert?
Bin ich schön genug?
Bin ich liebenswert?

Komplimente fühlen sich gut an – keine Frage. Doch wenn unser innerer Wert ausschließlich davon abhängt, werden wir abhängig. Dann wird Selbstwert fragil. Er kippt, sobald die Bestätigung ausbleibt.

Echtes Selbstbewusstsein bedeutet:
Ich erkenne meinen Wert, unabhängig davon, wer mich gerade sieht oder begehrt.

Die Beziehung zu dir selbst ist die Basis von allem

Die längste Beziehung deines Lebens führst du mit dir selbst.
Du gehst mit dir durch jeden Erfolg, jeden Zweifel, jede Krise, jeden Neuanfang.

Und doch behandeln viele Menschen sich selbst härter als jeden anderen:
mit Kritik, Ungeduld, Abwertung, ständigen Selbstzweifeln.

Eine gesunde Beziehung zu dir selbst heißt nicht, dich ständig großartig zu finden.
Sie heißt, bei dir zu bleiben, auch wenn du dich unsicher, unperfekt oder verloren fühlst.

Selbstbewusstsein heißt nicht Unabhängigkeit um jeden Preis

Sich selbst zu lieben bedeutet nicht, niemanden zu brauchen.
Es bedeutet, nicht aus Mangel zu lieben, sondern aus Fülle.

Wenn du in dir selbst verankert bist:

  • verlierst du dich nicht im Gegenüber
  • verbiegst du deine Träume nicht, um dazuzugehören
  • brauchst du keine Beziehung, um dich ganz zu fühlen

Du bist offen für Nähe – ohne dich aufzugeben.

Deine Gefühle sind kein Makel, sondern ein Kompass

Erkenne auch die Wichtigkeit der dunklen Emotionen, Gefühle sind wie ein Kompass für dich.

Selbstbewusstsein wächst nicht durch Kontrolle, sondern durch Ehrlichkeit.
Durch die Bereitschaft, alles in dir anzunehmen – auch das Unbequeme.

Zweifel.
Angst.
Unsicherheit.
Traurigkeit.

All das macht dich nicht schwach. Es macht dich menschlich.

Je mehr du lernst, dich auch in diesen Zuständen zu halten, desto stabiler wird dein inneres Fundament. Selbstwert entsteht dort, wo du aufhörst, dich selbst zu verlassen.

Du darfst dich selbst ernst nehmen

Eine liebevolle Beziehung zu dir selbst zeigt sich im Alltag:

  • Wie sprichst du innerlich mit dir?
  • Wie gehst du mit deinen Grenzen um?
  • Erlaubst du dir Pausen?
  • Nimmst du deine Bedürfnisse wahr – oder übergehst du sie?

Vielleicht hast du schon gelernt, für andere da zu sein.
Die Frage ist: Bist du auch für dich da?

Selbstbewusstsein bedeutet, dich selbst zu wählen

Nicht erst, wenn jemand anderes dich wählt.
Nicht erst, wenn du „genug“ bist.
Nicht erst, wenn alles perfekt ist.

Sondern jetzt.

Dich selbst zu wählen heißt:

  • dich nicht klein zu machen, um geliebt zu werden
  • deine Wahrheit ernst zu nehmen
  • deine Wünsche nicht aufzuschieben
  • dir selbst ein Zuhause zu sein

Und was ist mit Liebe?

Liebe kann dein Selbstbewusstsein stärken, sie sollte aber nicht nur im Außen gesucht werden.
Foto: claudia-love-F5XVflJ1Y4Y-unsplash

Liebe ist wunderschön. Nähe ist heilsam. Beziehung kann wachsen, tragen, verbinden.

Aber sie ist kein Ersatz für Selbstwert.

Wenn du dir selbst verbunden bist, wird Liebe freier. Dann ist sie kein Rettungsanker mehr, sondern eine Begegnung auf Augenhöhe.

Und selbst wenn eine Beziehung endet, bleibt etwas bestehen:
du.

Du bist nicht auf der Suche – du bist auf dem Weg

Selbstbewusstsein ist kein Ziel, das man erreicht. Es ist eine Beziehung, die man pflegt.
Foto: darius-bashar-xMNel_otvWs-unsplash

Selbstbewusstsein ist kein Ziel, das man erreicht.
Es ist eine Beziehung, die man pflegt.

Je mehr du beginnst, dich selbst zu sehen, zu achten und ernst zu nehmen, desto leiser wird das Gefühl, dass etwas fehlt.

Vielleicht ist die wichtigste Erkenntnis diese:
Du bist nicht unvollständig.
Du warst es nie.

Und vielleicht – ganz vielleicht – bist du selbst das, worauf du gewartet hast.

Ich wünsche dir, dass du auch in dunklen Zeiten deinen Selbstwert und dein Selbstbewusstsein aufrechterhalten kannst, denn kein äußerlicher Umstand ändert etwas an deinem Wert!

Sandra Strixner Gründerin des Brain Food Magazin und ganzheitliche Gesundheitsberaterin.

Sandra Strixner

ist eine Genussweltenbummlerin die gerne neue Länder und Kulturen entdeckt. Rezepte auf Pflanzenbasis zu entwickeln lässt ihr Herz höher schlagen. Sie ist ein Green-Networker und beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Ernährungslehre und Tierschutz. Als geprüfte Fachberaterin für holistische Gesundheit darf sie Menschen dabei begleiten sich selbst zu heilen.

Titelbild: Foto: unsplash, ThisisEngineering RAEng