Ernährung Sandra Strixner

Food Fakten Grüntee

Grüntee ist eine leckere Alternative zu Kaffee, das enthaltene Teein kann dich ebenfalls wacher und konzentrierter machen. Es gibt eine Menge Sorten, Qualitätsunterschiede und Geschmacksrichtungen bei grünem Tee. Hier erfährst du mehr über das gesunde Getränk.

Herkunft Grüntee

Die Teepflanzen des Grüntees brauchen den Nährboden des Hochlands der Tropen oder Subtropen. Sie lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit und stabile Temperaturen etwas unter 20 Grad. Die Wurzeln des Grünnteeanbaus liegen in China. Heute wird Grüntee hauptsächlich in China und Japan angebaut aber auch Taiwan und Sri Lanka mischen auf dem Weltmarkt mit. In Europa wird der Anbau vereinzelt in der Türkei und auf den Azoren auf Teeplantagen betrieben. Grüner Tee wird bis zu sechs Mal im Jahr geerntet.

Grüntee wächst am besten im tropischen oder subtropischen Hochland. Die größten Grünteeanbaugebiete befinden sich in China und Japan.
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Geschichte des Grüntees

Buddhistische Mönche setzten den Grüntee erstmalig als Medizin und zur Entgiftung ein. Sie waren es. auch, die den Tee nach Japan brachten. Heute ist Grüntee bei einer japanischen Teezeremonie nicht mehr wegzudenken. Geredet wird bei einer Teezeremonie übrigens nur über den Tee selbst, so wird Bewusstsein für den genussvollen Moment geschaffen und es tritt die gewünschte meditative Stimmung ein. Etwa im 16. Jahrhundert kam der Grüntee auch in England an, doch zuerst in die Tassen der Adeligen, die ärmeren Leute konnten sich damals nur Schwarztee leisten. Gönn dir doch auch mal eine königliche Teeauszeit!

Geschmack des Grüntees

Grüntee schmeckt herber und manchmal leicht „grasig“ im Vergleich zu Schwarztee. Doch gibt es so viele unterschiedliche Sorten, dass eine allgemein gültige Aussage zum Geschmack nicht wirklich getroffen werden kann.

Beispiele für verschiedene Grünteesorten

Grüntee Ernte in Thailand. Grüntee solltest du in Bio-Qualität kaufen.
Foto: Jcomp – Freepik.com

Bancha ist eine japanische Sorte mit geringem Teeingehalt. Er entwickelt nur wenig Teein, weil er schattig am unteren Teil des Teestrauchs wächst.

Sencha ist ein japanischer gedämpfter Grüntee. Es gibt hier viele verschiedene Untersorten, die ihren ganz eigenen Geschmack haben. Sencha enthält im Vergleich zu Bancha mehr Teein.

Gyokuro ist auch ein Schattentee, mit grasig-frischem Charakter. Durch aufgespannte Netze darf dieser Tee im Schatten wachsen und entwickelt dadurch weniger Gerbstoffe, deshalb schmeckt er fein-süßlich statt bitter. Er enthält besonders viel L-Theanin, diese Aminosäure verleiht dem Tee laut den Japanern den Geschmack „Umami“, dass bedeutet soviel wie herzhaft und würzig.

Matcha ist ein Grüntee dessen Blätter zermahlen werden, um dann als Matchapulver verkauft zu werden. Diese Art der Grünteeherstellung geht auf die alte Tradition der Chinesischen Medizin zurück, in der Grüntee als Heilpflanze verwendet wurde. Matchatee schmeckt je nach Zubereitung und Sorte herb aber nicht bitter, sehr aromatisch, manchmal sogar nussig oder fruchtig.

Rezepte mit Grüntee

Der Matcha wird auch „König unter den Grüntees“ genannt. Du kannst ihn zusammen mit Pflanzenmilch als Matcha Latte kalt oder warm genießen.

Matcha ist eine Grünteesorte. Du kannst Matche-Latte kalt oder warm genießen. Ein passendes Rezept findest du hier auf dem Brain Food Magazin.
Foto: Alice Pasquals, unplash

Erkennungsmerkmale von qualitativ hochwertigem Grüntee

  • Wenn du Grüntee kaufst, solltest du auf Bio-Qualität achten.
  • Es sollten keine Pestizide beim Anbau von Tee eingesetzt werden.
  • Ebenfalls wichtig ist ein naturbelassener Geschmack ohne künstlich hinzugefügte Aromen. Grüntee wird auch gerne mit Jasminblüten aromatisiert, was eine natürliche Art der Aromatisierung darstellt.
  • Je länger die Pflanzen beschattet werden, umso höher wird die Qualität des Grüntees eingestuft.
  • Grüner Tee wird bis zu sechs mal im Jahr geerntet, mit jeder Ernte sinkt die Qualität. Am wertvollsten ist dabei der „First Flush“ also die erste Ernte. Teesorten die den Begriff „Blend“ enthalten, sind Mischungen aus verschiedenen Ernten.
  • Manuell ausgeführte Arbeitsschritte sind schonender und erhöhen die Qualität des Tees.
  • Je frischer der Tee desto besser, bei langen Lagerzeiten können Geschmack und Nährstoffe leiden. Eine Ausnahme bildet der Gykoro, dieser darf nach der Verarbeitung mehrere Monate nachreifen.

Gesundheitliche Vorteile von Grüntee

  • Bitterstoffe – wirken verdauungsfördernd und können bei der Gewichtsreduktion helfen, da sie den Stoffwechsel anregen.
  • Aminosäure L-Theanin – Durch diese Aminosäure wird das Teein im Tee besonders gebunden und nur langsam an den Körper abgegeben. So kann dich Grüntee wie Kaffee auch wacher machen und die Konzentration fördern, doch eher auf eine langsamere und sanftere Weise. Dafür solltest du den ersten Aufguss des Tees verwenden und ihn nur 1 bis 2 Minuten ziehen lassen.
  • Chlorophyll – der grüne Blattfarbstoff wirkt blutreinigend.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe – Flavonoide und Phenole fördern den Zellschutz durch ihre antioxidanten Eigenschaften und können so auch die Hautalterung verlangsamen.
  • Mineralstoffe und Spurenelemente – wie z.B. Kalzium können helfen den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren.
  • Calcium – Der Mineralstoff trägt zu einer gesunden Funktion der Muskeln, des Energiestoffwechsels und der Blutgerinnung bei.
  • Kalium – Das Spurenelement ist wichtig für die Nerven- und Muskelfunktionen im Körper.
  • Vitamine – Grüntee enthält auch kleine Mengen der Vitamine B1, B2, Beta-Carotin und Vitamin C.
Die Grüntee Teezeremonie in Japan dient zur Einkehr und wirkt beruhigend.
Foto: Freepik – Freepik.com

Nachteile von Grüntee

Grüntee kann die Eisenaufnahme hemmen.
Getränke mit Tein oder Koffein solltest du nicht zu eisenreichen Speisen zu dir nehmen, da sie die Eisenaufnahme hemmen. Versuche zwischen den Mahlzeiten und dem Tee oder Kaffeegenuss etwas Zeit zu lassen (mindestens 45 Minuten).

Schlechte CO2-Bilanz für den Grüntee.
260 Gramm pro 100 Gramm, das ist die CO2-Bilanz von Grünem Tee. Die CO2-Werte wurden vom IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg berechnet und stellen einen Durchschnittswert für die in Deutschland verkauften Grüntees dar. Die Berechnungen berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase werden dabei berücksichtigt, wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Zur Vereinfachung wird nur von CO2 gesprochen.

Schwangerschaft
In der Schwangerschaft solltest du die Zufuhr von Teein/Koffein begrenzen. Die Höchstgrenze der Koffein/Teein Aufnahme liegt bei etwa 200 mg pro Tag, bitte konsultiere deinen Arzt, deine Ärztin für genauere Angaben, die auf dich persönlich zutreffen.

Nährwerte von 100 ml Grüntee

(Durchschnittswert)

Kalorien2 kcal / 8 KJ
Protein0.2g
Fett0.1g
Kohlenhydrate0.1g
davon Zucker0.0g
Ballaststoffe0.1g

Wenn dir der Artikel über Grüntee gefallen hat, vielleicht interessiert dich dann auch dieser Artikel: Die Top Lebensmittel zur Entgiftung. Bitte bleib gesund und munter!

Die hier aufgeführten Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Bitte wende dich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Arzt oder Apotheker.


Sandra Strixner

ist eine Genussweltenbummlerin die gerne neue Länder und Kulturen entdeckt. Rezepte auf Pflanzenbasis zu entwickeln lässt ihr Herz höher schlagen. Sie ist ein Green-Networker und beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Ernährungslehre und Tierschutz. Als geprüfte Fachberaterin für holistische Gesundheit darf sie Menschen dabei helfen sich selbst zu heilen.

Für den Inhalt des Artikels ist ausschließlich der Autor verantwortlich.