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Salz in der Luft, Sand in meinen Haaren – Surfen in Portugal

Dieses Jahr hatte ich mal wieder den Wunsch eine Herausforderung zu meistern. Wer mich kennt weiß, dass dies mittlerweile zu einer Art Sport für mich geworden ist Neues zu entdecken 😉 Also machte ich gleich zwei Dinge die ich noch nie zuvor in meinen Leben probiert habe: Ich reiste allein und ich nahm an einem Surfkurs teil. Im Surfcamp des amar Hostels war ich nie wirklich einsam. Die unterschiedlichsten Menschen suchten das Gespräch mit mir und verschönerten mir damit die Zeit in Portugal.

Das Gefühl Herr der Welle zu sein

In einer Woche hatten wir 5 x 2 Surfstunden. Der Preis beinhaltete die Übernachtung, das Frühstück, den Neoprenanzug, den Boardverleih, das Coaching, eine Videoanalyse, Fotos, eine Versicherung und ein kleines Handbuch mit den wichtigsten Regeln. In einer kleinen Gruppe von 5 Schülern lernten wir aufzustehen, die Balance auf dem Board zu finden und eine Welle im richtigen Moment zu erwischen.

Die beiden Surflehrer Luís und Maya mit ihren Schülern.

In Ericeira eignen sich die Wellen für praktisch jedes Surf-Level, hängt aber natürlich auch von den tagesabhängigen Gegebenheiten ab. Die Steilküste erinnerte mich etwas an die französische Riviera, nur noch schöner und weniger frequentiert. Du siehst, wir sind mit Neoprenanzügen ins Wasser, weil das Meer in der Surfsaison (März-November) nur zwischen 15°- 20° Grad erreicht.

Strand Ribeira D’Ilhas

Eine Surflehrerin erzählte mir, dass sie das Surfen brauche wie die Luft zum atmen. Es seien die einzigen Momente in denen sie abschalten kann und den Moment leben würde. Als ich bei Nieselregen, 16° Grad Wassertemperatur und wolkenverhangenem Himmel auf meinem Surfboard liege um die nächste Welle abzuwarten kann ich ihre Worte nachvollziehen. Ich merke nicht mehr, wie meine Hände und Füße frösteln alles was mich interessiert ist diese Welle zu erwischen und sie bis zum Schluss zu reiten. Ich glaube ich verdanke es meiner Konzentration und meiner positiven Einstellung dass mir mein Vorsatz auch zu 90 % gelingt. An diesem Tag fühle ich mich wie ein kleiner Superheld 🙂

Genauso durfte ich die andere Seite erleben, es gab einen Tag an dem wollte mir gar nichts gelingen, die Wellen kamen oft und unberechenbar, es wirbelte mich immer wieder unkontrolliert herum. Meine Lust am Surfen sank und ich musste mich ganz schön motivieren um wieder aufs Board zu steigen.

Es machte unglaublichen Spass einmal der Herr der Wellen zu sein. Vielleicht wird das Surfen nun mein neues Hobby. 🙂

Die Surfspots

Es gibt viele Strände in und rund um Ericeira die zum Wellenreiten einladen. Ich möchte dir hier ein paar Impressionen von den beiden Surfspots geben die ich kennenlernen durfte.

Praia Mataduro

Praia Ribeira D’Ilhas

Shops für Surf-Dudes

An jeder Ecke in Ericeira findest du Shops die Bekleidung oder Equipment für Surfer haben. Der Quiksilver Boardriders Shop ist für mich der Imposanteste und Schönste von allen gewesen. Definitv einen Besuch wert!

Ausflug in eine Surfboard-Fabrik

Das Hostel bot uns nicht nur Yoga, Surfen, Fahrrad- und Mopedverleih an, sondern auch Ausflüge. So kam es, dass ich eine Surfboardfabrik von innen sehen durfte. Wusstest du, dass viele moderne Surfboards aus Styropor bestehen? Ein Glasfasergewebe umhüllt das Board und wird durch das besprühen mit mehreren Polyesterschichten gehärtet. Das Licht im Raum des ersten Bildes ermöglicht es dem Arbeiter zu sehen ob er das Board gleichmäßig geschliffen hat. Unfassbar was für eine Präzesion diese Menschen mit Handarbeit erreichen können. Unser Surflehrer führte uns durch die Farbrik und erklärte ein paar Eigenschaften von unterschiedlichen Brettern. Wir fragten ihn wieviele er daheim habe und staunten nicht schlecht bei seiner Antwort: Um die 40 Stück. Natürlich werden hier nicht nur Boards hergestellt sondern auch repariert. Kleiner Tipp: Direkt bei einer Fabrik zu kaufen ist oft günstiger als ein Board im Shop zu erstehen.


Ich hoffe ich konnte dir einen Einblick in die Surfwelt geben und vielleicht hast du jetzt auch Lust bekommen mal etwas total Neues auszuprobieren. Bleib neugierig!

Mehr zum Hostel und der Stadt Ericeira kannst du in diesem Beitrag lesen.

Fotos mit Markierung: Mit freundlicher Genehmigung von amar hostel.


Sandra Strixner

ist eine Genussweltenbummlerin die gerne neue Länder und Kulturen entdeckt. Rezepte auf Pflanzenbasis zu entwickeln lässt ihr Herz höher schlagen. Sie ist ein Green-Networker und beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Ernährungslehre und Tierschutz. Als geprüfte Fachberaterin für holistische Gesundheit darf sie Menschen dabei helfen sich selbst zu heilen.

Für den Inhalt des Artikels ist ausschließlich der Autor verantwortlich.