körperliche Gesundheit

Heilung durch Bewusstsein – „Krankheit als Weg“

Vor zwei Jahren habe ich im Urlaub das Buch Krankheit als Weg von Thorwald Dethlefsen und Dr. Ruediger Dahlke gelesen. Ich selbst hatte lange Zeit ein ungelöstes Magen-Darm Problem, wobei mir kein Arzt richtig weiterhelfen konnte. Dadurch hatte ich mich selbst auf die Suche nach einer Lösung gemacht und dieses Buch entdeckt. In „Krankheit als Weg“ geht es um all unsere psychischen und physischen Leiden und darum, dass genau diese einen tieferen Sinn für unser Leben haben. Seit diesem Buch hat sich einiges in meinem Leben zum Positiven gewendet. Dadurch, dass mir dieses Wissen enorm weitergeholfen hat, möchte ich meine Erkenntnisse mit euch teilen. Für mich ist dieses Buch eine absolute Empfehlung für wirklich jeden! In den nachfolgenden Zeilen fasse ich die Inhalte dieses Buches mit meinen Worten zusammen.

Was ist Krankheit

Wir dürfen uns in diesem Blogartikel von unserem bisherigen Bild der Krankheit abwenden und uns für einen neue Sichtweise öffnen. Wenn wir zulassen, dass etwas anders sein kann, als wir bisher dachten, kann das Wissen darüber eine Veränderung in uns auslösen. Die Autoren des Buches „Krankheit als Weg“ beschreiben Krankheit als ein Verlassen der Harmonie bzw. die In-Frage-Stellung einer bisher ausbalancierten Ordnung. Laut Dethlefsen und Dahlke findet die Störung der Harmonie allerdings nicht im Körper statt, sondern in unserem Bewusstsein. Das Ungleichgewicht zeigt sich dann im Körper, der somit die Darstellungsebene des Bewusstseins und damit auch aller Prozesse und Veränderungen, die im Bewusstsein ablaufen, ist. Somit ist nicht der Körper krank, sondern immer nur der Mensch selbst. Die Krankheit zeigt sich im Körper immer als Symptom. Man kann es sich vorstellen wie ein Radioprogramm. Das Bewusstsein ist der Sender und der Körper der Empfänger.

Zusammenfassend ist die Krankheit auf der Bewusstseinsebene und das Symptom auf der Körperebene. Zeigt unser Körper also ein Symptom, liegt die Ursache in unserem Bewusstsein. Dadurch wird unser bisheriges Tun unterbrochen. Die bisherige Kontinuität unseres Lebensweges stoppt.

 

Das Bewusstsein schulen

Wenn wir also krank sind liegt die Ursache in unserem Bewusstsein. Es liegt ein Ungleichgewicht vor, dass sich in unserem Körper als Symptom zeigt. Es ist somit kein Zufall, wenn wir krank werden, sondern diese Krankheit hat eine bestimmte Ursache. Das Symptom kann man als Signal verstehen, welches uns darauf hinweist etwas genauer zu betrachten. Wie eine Warnsignallampe im Auto. Die Warnsignallampe im Auto zeigt uns, dass etwas nicht stimmt und wir dringend danach schauen müssen. Wir sind also bemüht, die nächste Werkstatt aufzusuchen um schnellstmöglich nach der Ursache zu schauen. Ganz anders ist es mit einem Symptom in unserm Körper. Nehmen wir mal einen Ausschlag als Beispiel. Haben wir einen Ausschlag im Gesicht, sind wir erstmal sauer und denken: „sowas kann ich gerade gar nicht gebrauchen!“. Wir sind böse auf dieses Symptom und wollen schnellstmöglich alles dafür tun, um den Ausschlag weg zu bekommen. Wir wollen uns durch so einen blöden Ausschlag von unserem aktuellen Tun keineswegs unterbrechen lassen und wollen lieber schnell so weitermachen wie bisher. Doch wenn wir mal über das bisher geschrieben nachdenken, ist doch dieser Ausschlag ein Signal von unserem Bewusstsein, das sich im Körper zeigt. Wenn wir das Signal einfach schnell weghaben wollen und uns nicht die Zeit nehmen um nach der Ursache zu suchen, verliert das Signal doch seine Bedeutung!? Im Endeffekt geht es darum, dass wir unser Bewusstsein schulen und dieses Signal wieder hören und sehen lernen. Das Signal ist das Symptom, das sich in unserem Körper zeigt.

Das Symptom signalisiert uns, dass wir als Mensch aus unserem Gleichgewicht geraten sind und hier mal genauer hinschauen dürfen. Wir sollten, wie in unserem Auto, wenn die Signalleuchte anspringt, direkt danach schauen lassen.

Der Umgang mit einem Symptom

Sobald uns nun bewusst ist, dass jedes Symptom in unserem Körper eine Botschaft für uns ist, gehen wir ganz anders mit der „Krankheit“ um. Wir betrachten das Symptom nicht länger als lästig und als Feind, sondern erkennen darin das Gute. Das Gute ist, dass wir die Chance bekommen wieder in unser Gleichgewicht zu finden. Das Ziel hinter dem Symptom ist es, dass wir wieder heil werden und in unsere Balance kommen. Es kostet oft Mut und Ehrlichkeit, wenn wir uns auf die Suche nach der Ursache für unser Symptom begeben. Das Symptom zeigt uns sehr oft knallhart und ungeschminkt die Wahrheit über unser Leben. Krankheiten sind nun nicht länger ein Alibi für unsere ungelösten Probleme. Wir sind kein Opfer der Krankheit mehr sondern auch Täter selbst. Eine komplett neue Sichtweise ist geboren. Wir betrachten die Krankheit nicht mehr als schlecht, sondern beziehen das Gute mit ein. Mit dem Bewusstsein, dass sich etwas im Körper zeigt, mit dem sich unser Bewusstsein beschäftigt, haben wir wieder die Möglichkeit eine Änderung einzuleiten.

Buch: Krankheit als Weg

Der Weg der Änderung

Die Medizin sieht in der Krankheit eine nicht gern gesehene Störung, die unseren Normalzustand der Gesundheit unterbricht. Sie versucht nicht nur eine solche Unterbrechung so schnell wie möglich rückgängig zu machen, sondern auch die Krankheit immer besser zu verhindern, um sie letztlich auszurotten.  Dr. Ruediger Dahlke beschreibt die Krankheit ganz anders. Er möchte den Blick dafür schärfen, dass Krankheit mehr ist, als eine Unvollkommenheit der Natur. Die Krankheit ist ein Teil eines sehr sensiblen Regelsystems, das im Dienste der Evolution steht. In den Augen Dahlkes ist der Mensch nie von Krankheit zu befreien, denn die Gesundheit benötigt immer einen Gegenpol. Der Mensch muss auch das System der Polarität verstehen, um alle weiteren Gedankengänge hinsichtlich der Betrachtung von Gesundheit und Krankheit nachvollziehen zu können. Polarität bedeutet Einheit. Jeder Pol wird durch seinen Gegenpol ausbalanciert. Zusammen ergeben sie eine Einheit. Dieses Gesetz heißt Komplementärprinzip. Es sorgt dafür, dass das Gleichgewicht der Pole immer erhalten bleibt, unabhängig davon, was Menschen tun und nicht tun. Im Kern bedeutet diese Aussage, dass wir lernen müssen, bei jeder Betrachtung gleichzeitig den Gegenpol mit einzubeziehen. Man kann sich die Polarität vorstellen wie Yin und Yang. Der Kreis ist die Einheit und die Einheit besteht in gleichen Maßen aus Yin und Yan. Hier ein paar Beispiele: Ebbe und Flut, Sonne und Mond, Tag und Nacht, schwarz und weiß, männlich und weiblich, Leben und Tod. Und genau dieses Gesetz gilt auch bei Gesundheit und Krankheit. Wenn wir Gesundheit betrachten, müssen wir auch lernen den Gegenpol Krankheit mit ein zu beziehen.

Wenn uns nun das Komplementärgesetz bewusst ist, sollten wir uns von der Illusion lösen, dass wir Krankheit vermeiden oder aus der Welt schaffen können. Für mich hat dieses Bewusstsein meine Betrachtungsweise verändert. Krankheit ist also nichts Böses sondern sie gehört zur Einheit dazu. Pol und Gegenpol, die sich immer ausbalancieren.

1959 hat Walter Bräutigam schon in seinem Lehrbuch für psychosomatische Medizin ein Interview zu dieser Thematik veröffentlicht. E. Winter hat ein Interview von Arbeitern und Angestellten in einem Betrieb, die nicht krank waren, durchgeführt. In diesem Interview ging es um körperliche und seelische Beschwerden. Das Ergebnis zeigte, dass die Beschwerden beinahe ebenso häufig auftauchten wie bei einer Krankenhauspopulation (Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Magenbeschwerden, Verstimmungen etc.). Das bedeutet, dass auch gesunde Menschen den Anteil der Krankheit bei sich tragen.

Krankheit gehört also zur Gesundheit wie der Tod zum Leben. Natürlich möchte man dies eigentlich nicht wahrhaben, dennoch bedeutet dies für uns alle eine Chance. Krankheit macht uns Menschen heilbar und sie kann ein Wendepunkt in unserem Leben darstellen. Heilung ist immer eine Bewusstseinserweiterung und Reifung für uns, wenn wir unseren Blickwinkel auf die Chance in der Krankheit lenken.

Was ist zu tun?

Der Schlüssel liegt in der Art des Sehens, des Denkens und des Hinterfragens. Ein Symptom sollte nicht nur als Symptom gesehen werden, sondern als Symbol einer Ursache. Wir dürfen unsere eigene Fähigkeit einer neuen Sicht- und Denkweise entwickeln. Es ist wichtig zu verstehen, dass ein Symptom uns zeigt, dass etwas ist. Es ist etwas, dass wir uns genauer ansehen und hinterfragen dürfen. Genau hier beginnt die Reise. Wir dürfen jedes Symptom und jede Krankheit hinterfragen anstatt sie abzulehnen und für böse zu erklären. All unsere äußeren Ereignisse zeigen uns, was in unserem Inneren passiert. Der Zeitpunkt, an dem ein Symptom auftritt, kann eine wichtige Information über den Problembereich liefern. Die Symptome sind Auslöser eines Problembereichs in uns. Zum Beispiel reagieren akute Symptome wie Erkältung, Übelkeit, Durchfall oder Kopfschmerzen zeitlich sehr genau. Hier lohnt es sich zu hinterfragen, was man in dieser Zeit getan oder gedacht hat. Diese Herangehensweise braucht Übung und eine große Portion Ehrlichkeit zu sich selbst. Wir wollen nicht sehen, was gerade schief läuft in unserem Leben, was uns nicht gefällt oder und nicht guttut. Doch genau das ist der Weg der Heilung unserer Krankheit. Hinsehen und Hinterfragen.

Oft deutet schon unsere Sprache darauf hin, was gerade los ist. Unsere Sprache ist psychosomatisch. Das heißt, alle Formulierungen und Worte drücken unsere psychischen Zustände aus.

Hier einige Beispiele:

  • Erkältung in den Nasennebenhöhlen – Ich habe die Nase voll … von was?
  • Durchfallerkrankung – Ich kann die Dinge nicht mehr bei mir behalten … wieso
  • Hautausschlag/ Juckreiz – Ich möchte am liebsten aus meiner Haut fahren … aus welchem Grund?

Fast all unsere Symptome zwingen uns zu einer Verhaltensänderung. Auf der einen Seite hindern uns die Symptome an Dingen, die wir gerne täten und auf der anderen Seite zwingen sie uns dazu, etwas zu tun, was wir nicht wollen. So hindert uns zum Beispiel eine Grippe daran, auf eine Party zu gehen und zwingt uns im Bett liegen zu bleiben, um uns auszukurieren. Welches Verhalten sollte ich ändern? Wo liegt aktuell das Ungleichgewicht in meinem Bewusstsein?

Dr. Ruediger Dahlke schlägt folgenden Weg vor:

  1. Der Verzicht beim Deuten von Symptomen auf die scheinbar kausalen Zusammenhänge auf der funktionalen Ebene. = Inhalte bewusst wahrnehmen und Erkennen.
  2. Analyse des Zeitpunktes des Auftretens eines Symptoms. = Sich nach der aktuellen Lebenssituation, der Gedanken, der Träume und Ereignisse hinterfragen.
  3. Das Muster auf der psychischen Ebene finden. = In sich hineinhören. Unsere Sprache ist ein Schlüssel zur Deutung, da diese psychosomatisch ist.
  4. Hinterfragen. = Woran hindert mich das Symptom? Wozu zwingt mich das Symptom?

Hinschauen und ehrlich mit sich selbst, seinem Leben und der aktuellen Situation zu sein, ist eine Herangehensweise, die uns gesunden lässt. Ziemlich einfach und banal, dennoch keineswegs der leichteste Weg. Wenn wir lernen unsere Symptome zu akzeptieren und sie als Chance wahrzunehmen, dann befinden wir uns auf dem Weg der Heilung. Sie sind für uns und nicht gegen uns. Jeglicher Widerstand erzeugt Gegendruck. Die Akzeptanz erzeigt eine Art Gleichgültigkeit und macht das Symptom überflüssig. Für mich hat dieses Verständnis zwischen Gesundheit und Krankheit einiges verändert und viele Symptome sind bei mir verschwunden. Ich habe anerkannt, dass jede Krankheit ein Teil von mir ist und mir etwas mitteilen möchte, dass ich mir näher ansehen sollte. Für mich eine weltverändernde Perspektive!

Da laut der Autoren des Buches, die Schulmedizin den Menschen an sich aus dem Auge verloren hat, wurde das Buch „Krankheit als Weg“ für die Menschen geschrieben, die bereit sind einen Weg zu gehen, anstatt am Wegrand sitzen zu bleiben. Die Krankheit ist die große Chance des Menschen, sein persönlicher Lehrer und Führer auf dem Weg zum heil sein. Es werden immer verschiedene Wege zum Ziel angeboten, meist sehr schwierige und komplizierte, doch der naheliegendste Weg wird meist übersehen, das ist die Krankheit als Weg.

Auch hier zeigt sich, dass vieles aus unserem Bewusstsein und aus unseren Gedanken entsteht.
Wir haben so viel selbst in der Hand und diese Macht können wir jeden Tag benutzen.
Ich bin Mental-Coach und begleite Menschen genau dabei die Kraft ihres Bewusstseins zu nutzen. Aus meinen eigenen Erfahrungen heraus, weiß ich, wie viel Potenzial in jedem Einzelnen von uns steckt.

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Buch: Krankheit als Weg

Quellenangabe:
Thorwald Dethlefsen, Ruediger Dahlke – Krankheit als Weg. Deutung und Bedeutung von Krankheitsbildern. 2008, Bassermann Verlag

Photocredits:
Mann mit Augenbinde – unsplash, soheyl dehghani
Frau liegt im Bett – unsplash, yuris alhumaydy
Frau wirft die Haare nach hinten – unsplash, marta boixo
Man mit Herzschmerzen – freepik
Frau mit Bauchschmerzen – freepik

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Die hier aufgeführten Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Bitte wende dich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker.

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