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Johanniskraut – der Lichtbringer bei Depressionen

Endlich kommt Licht in dein Leben! Die Johanniskratupflanze (lateinisch: Hypericum perforatum) wurde bereits von den Germanen als Symbol der Sonne verehrt. Tatsächlich blüht sie um den Johannistag im Juni, also genau zur Sommersonnwende, und ist daher stark mit der Sonne verbunden. Am längsten Tagen des Jahres zeigt sich die volle Kraft der Sonne und das bringt Licht in unser Leben. Forschungen bestätigen, dass Johanniskraut ein Stimmungsaufheller ist. Die Pflanze kräftigt unser Nervensystem und wirkt aufhellend bei depressiven Verstimmungen. Für die Herstellung des Arzneimittels wird das ganze Kraut verwendet, bis auf die Wurzel.

Wirkt Johanniskraut gegen Depressionen?

In mehreren Studien konnte belegt werden, dass Johanniskraut bei leichten bis mittelschweren Depressionen eine gute Wirkung gezeigt hat. Folglich eignet es sich zur Behandlung psychischer aber auch psychosomatischer Leiden. Das natürliche Antidepressiva gibt es in verschiedenen Formen, als Tee, Frischsaft, Pulver, Kapsel aber auch als Johanniskrautöl. Um die beste Qualität zu erhalten, würde ich empfehlen in die Apotheke zu gehen oder in einem gut bewerteten online Shop zu kaufen.

Johanniskraut kann bei Depressionen stimmungsaufhellend wirken. Eingesetzt wird es z.B. als Kapsel.
Foto: Rsooll – Freepik.com

Anwendungsbereiche der Heilpflanze

Bei leichten bis mittelschweren Depressionen, nervöser Unruhe, Antriebslosigkeit, Erschöpfungszuständen und Angstzuständen. Johanniskraut findet auch im Bereich der Wundheilung Anwendung.

Wie wirkt Johanniskraut im Köper?

  • Stimmungsaufhellend
  • Stimmungsausgleichend
  • Antidepressiv 
  • Spannungslösend
  • Fördert die Motivation

Wie wird Johanniskraut dosiert?

Damit sich überhaupt eine Wirkung entfalten kann, sollte die Dosis stimmen. Eine Überdosierung ist bei Johanniskraut nicht zu erwarten. Allerdings kann eine zu niedrige Dosierung eventuell gar keinen Effekt zeigen. Im Vergleich zu synthetischen Antidepressiva, wird das natürliche Mittel in der Regel besser vertragen. Die Wirkung zeigt sich je nach Dosierung, Präparat und Mensch anders. Einige Menschen berichten nach wenigen Tagen über einen verbesserten Gemütszustand, bei anderen zeigt sich erst nach drei Wochen eine Wirkung. Das heißt: Bitte nicht zu früh aufgeben mit der Behandlung.

Wie du Johanniskraut genau dosierst, hängt vom gewählten Produkt und von deinem persönlichen Zustand ab. Zur Anwendung bei Depressionen braucht es eine täglich hohe Dosierung, allerdings ist das mit einem Tee pro Tag nicht zu erreichen. Dafür wird vom Arzt oder Apotheker ein Extrakt der Pflanze, z.B. in Kapselform, empfohlen. Die Dosierung liegt meist zwischen 300 mg und 900 mg einmal täglich. Lass dich hier am besten von deinem Arzt / deiner Ärztin oder dem Apotheker / der Apothekerin beraten.

Johanniskraut kann bei Depressionen stimmungsaufhellend wirken. Eingesetzt wird es z.B. als Kapsel.
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Wie kann ich Johanniskraut zubereiten und einnehmen?

Du kannst Johanniskraut zum Beispiel als Tee einnehmen. Dazu gibt es schon fertige Teebeutel oder das getrocknete Kraut, welches du selbst mit einem Tee-Ei ins heiße Wasser geben kannst.

Herstellung für eine Tasse Johanniskraut-Tee:

Zuerst übergießt du 1 bis 4 TL Johanniskraut im Tee-Ei oder im Teebeutel mit siedendem Wasser (ca. 150 ml) und dann lässt du den Tee 10 Minuten ziehen bevor du das Kraut / den Teebeutel wieder herausnimmst. 1 bis 2 mal täglich kann der Tee getrunken werden, am besten morgens und abends.

Johanniskraut-Tinktur zur Desinfektion:

Zuerst gibst du 10 Gramm getrocknetes Johanniskraut und 50 Gramm hochprozentiger Alkohol und in ein dunkles gut verschließbares Glas, im Anschluss lässt du dieses für etwa 14 Tage durchziehen. Die Tinktur kannst du zur direkten Desinfektion aber auch verdünnt für Umschläge anwenden. Alkohol brennt auf Wunden natürlich, eine Alternative zum Alkohol wäre z.b. Apfelessig. Zur Behandlung von Wunden eignet sich auch Johanniskrautöl, das auch Rotöl genannt wird.

Wirkstoffe im Johanniskraut:

Hyperforin, Hypericin, Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle und Harz.

Was können die Nebenwirkungen von Johanniskraut sein?

Johanniskraut macht uns lichtempfindlicher, deswegen kann es bei längerer und starker Sonneneinstrahlung auf der Haut zu Irritationen und Sonnenbrand führen. In manchen Fällen können z.B. Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Unruhe auftreten. Die Wirkung von hormonellen Verhütungsmitteln, wie z.B. der Anti-Baby-Pille kann unter Umständen abgeschwächt sein. Auch die Wirkung von Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung kann beeinflusst werden. Bitte lies vor der Anwendung auch immer die Packungsbeilage deines gewählten Arzneimittels.

Was spricht gegen eine Einnahme?

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können mit der Heilpflanze behandelt werden, bitte wende dich unbedingt an deinen Arzt, deine Ärztin oder Apotheker:In, um herauszufinden welches Präparat und welche Dosierung richtig ist. Auch Schwangere oder Frauen in der Stillzeit sollten sich vorab beraten lassen.

Wieder hast du eine wertvolle Pflanze aus der Naturapotheke näher kennengelernt. Ich hoffe sehr, dir ein Stück weitergeholfen zu haben auf deinem Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit. In jedem Fall solltest du depressive Verstimmungen ernst nehmen und dir im besten Fall auch fachkundige psychologische Unterstützung suchen und die wahren Ursachen deiner Depression ergründen. Alles Gute.

Die hier aufgeführten Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Bitte wende dich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Arzt oder Apotheker.

Hast du Depressionen oder Suizidgedanken?
Bitte wende dich an die Telefonseelsorge.

Die Telefonseelsorge steht dir anonym und kostenlos rund um die Uhr zur Verfügung: 0800 – 111 0 111 und 0800 – 111 0 222
www.telefonseelsorge.de

Sandra Strixner

ist eine Genussweltenbummlerin die gerne neue Länder und Kulturen entdeckt. Rezepte auf Pflanzenbasis zu entwickeln lässt ihr Herz höher schlagen. Sie ist ein Green-Networker und beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Ernährungslehre und Tierschutz. Als geprüfte Fachberaterin für holistische Gesundheit darf sie Menschen dabei begleiten sich selbst zu heilen.

Für den Inhalt des Artikels ist ausschließlich der Autor verantwortlich.


Quellenangaben:

photocredits Titelbild: Mikeos – Freepik.com