Ernährung

Food Facts Maronen

Ich habe mich beim Schreiben dieses Artikels gefragt: Heißt die Mehrzahl von Marone nun Maronen oder Maroni? Dabei bin ich auf folgende Antwort gestoßen: Scheinbar ist beides möglich, wobei man im süddeutschen, österreichischen und schweizer Raum wohl eher Marroni sagt. Wie dem auch sei, es geht in diesem Artikel um die nussig-süßlich schmeckende Kastaniensorte und ihre Geschichte.

Maronen Herkunft

Ursprünglich stammen Marroni aus Kleinasien bzw. vom Schwarzmeer, werden aber schon lange in Süd- und Westeuropa angebaut. Im Mittelalter nannte man sie auch das Brot des kleinen Mannes. Vom Mittelalter bis Ende des 19. Jahrhunderts war die Edelkastanie in den Bergregionen Südeuropas das Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung.

Maronen Saison

Ende September und Anfang Oktober platzen die stacheligen Hüllen auf und die Maroni können vom Boden aufgesammelt werden. Gute Ware erkennst du daran ob die Schale prall und glänzend ist, kleine Löcher deuten auf einen Wurmbefall hin

Geröstete Maroni sind nicht nur auf Weihnachtsmärkten ein beliebter Snack!

Geschmack von Maronen

Esskastanien und Maronen stammen aus der gleichen Familie aber sind im Geschmack verschieden. Maronen sind im Aroma intensiver, nussiger und haben einen größeren Stärkegehalt. Maroni lassen sich außerdem leichter schälen als Edelkastanien.

Maronen Verwendung

Du kannst Maronen zu herzhaften oder süßen Gerichten verarbeiten. Sie können roh, geröstet oder gekocht gegessen werden. Wie wäre es mal mit Maronenpüree, Maronen als Zutat für einen Kuchen oder Maronensuppe?

Diese leckere Maronensuppe findest du bei uns in den Rezepten!

Maronen rösten

Ritze die Marone vor dem Rösten an ihrem spitzesten Punkt kreuzweise ein – so wird vermieden, dass die Schale aufplatzt. Dann werden die Maronen 20 bis 25 Minuten im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/Umluft 175 °C) geröstet. Entferne vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung die Schale der Edelkastanie und die darunter liegende Samenhaut.

Maronen Aufbewahrung/Haltbarkeit

Dunkel, kühl und mit Sauerstoffzufuhr – z.B. durch die Lagerung in einem Korb im Keller – können sich die sogenannten Dauermaronen bis zu drei Monate halten. Ganz gewöhnliche Maronen halten im Kühlschrank nur ein paar Wochen. Bei zu langer Lagerung beginnen sie zu keimen. Bei Zimmertemperatur halten sie sich höchstens eine Woche, im Kühlschrank einen Monat und eingefroren mindestens sechs Monate.

 

Maronen Nährwerte/Wirkstoffe

100 g Maronen liefern

  • ca. 239 kcal bzw. 1000 kJ
  • Vitamin A Beta-Carotin 260 µg (13% des Tagesbedarfs)
  • Vitamin B2 Riboflavin 135 µg (11,3% des Tagesbedarfs)
  • Vitamin E 2.875 µg (24% des Tagesbedarfs)
  • Kalium 551 mg (13,8% des Tagesbedarfs)
  • ca. 5 g Ballaststoffe

Vitamin A, ist wichtig für die Augengesundheit. Vitamin B2, ist wichtig für den Eiweiß und Energiestoffwechsel. Vitamin E ist ein nicht-hitzeempfindliches Vitamin, schützt die Zellen vor schädlichen Einflüssen und Kalium spielt eine wichtige Rolle bei der Funktion der Herzmuskelzellen.

#littleknownfact: Auch wenn man Maronen als Nussfrucht des Kastanienbaums bezeichnet, kannst du sie normalerweise auch mit einer Nussallergie essen. Außer natürlich du hast eine Maronenallergie 😉

 

photocredits:
Marone in Schale – ricardo gomez angel
Maronen geröstet – emre gencer

Die hier aufgeführten Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Bitte wende dich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker.

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