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Schaffe dir deinen eigenen Meditationsort in 5 Schritten

Wir leben in einer Zeit in der eine hohe Stressresistenz von Vorteil ist. Hüpfst du von einem Meeting ins nächste? Rennst vom Arzttermin zum Elternabend und hast das Gefühl eine Krankheit nach der anderen durchzumachen? Natürlich wäre eine Anpassung der Lebensumstände also eine Verringerung von negativen Stressfaktoren die beste Lösung für das Problem, aber manchmal ist das nicht möglich und wir brauchen kurzfristig eine andere Lösung um wieder in Balance zu kommen. Menschen die regelmäßig meditieren sprechen von einer höheren Stressresistenz mehr Ruhe und Ausgeglichenheit. Nach der Meditation ist der Geist oft freier, erholter und geklärter. Probleme erscheinen auf einmal nicht mehr so groß oder lösen sich sogar ganz auf. Nachdem ich mir meinen eigenen Meditationsort geschaffen hatte, stieg die Begeisterung regelmäßig meiner Meditationspraxis nachzugehen.

Wie sieht dein Meditationsort zuhause aus?

Heute möchte ich dir in 5 Schritten zeigen wie du dir einen Meditationsort einrichten kannst. Jeder von uns ist ein Individum und braucht andere Faktoren um sich zu entspannen, hier habe ich die – aus meiner Sicht – wichtigsten Punkte für ein entspanntes Umfeld zum Meditieren zusammengefasst.

Meditationsraum mit Klangschale, Räucherwerk und Buddha.
Foto: Marcoceron – Freepik.com

1. Suche dir deinen Wohlfühlort zum Meditieren

Wähle für die Meditation einen Platz der Entspannung zulässt. Ein Ort an dem dich nichts ablenkt. In meinem Zuhause wäre viel Platz im Büro, um eine gemütliche Ecke einzurichten, aber ich entschied mich dagegen, weil ich diesen Ort mit Arbeit verbinde. Wenn ich die Ordner dort sehe, fällt mir wieder ein, dass die Steuererklärung noch gemacht werden muss. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber solche Gedanken lassen mich weniger gut zur Ruhe kommen.

Deshalb wählte ich für Yogaübungen und die Meditation das Wohnzimmer. Dort ist es gemütlich und ich verbinde dieses Zimmer mit dem Attribut „Freizeit“. Im Sommer verlege ich meine Yoga und Meditationspraxis auch gerne in den Garten oder in den Wald. Dann stelle ich mir spätabends Kerzen auf die Terrasse und lasse meine Augen über den Sternenhimmel gleiten. Für jeden ist ein anderer Platz der richtige, vielleicht ist für dich das Schlafzimmer der geeignete Rückzugsort.

2. Halte Ablenkungen fern

Schaffe eine entspannte Ausgangsituation. Stelle dein Handy ab oder wenn möglich schalte es ganz aus, das Brummen hat mich oft genug abgelenkt und aus der Entspannung gerissen. Auch ein chaotisches Umfeld solltest du vermeiden. Briefe, Magazine, To-Do-Listen und andere Störenfriede sollten aus deinem Sichtfeld verschwinden.

3. Bring dich selbst der Natur näher

Meditieren in der Natur, wie kannst du die Natur an deinen Meditationsort holen?
Foto: Happyphotons – Freepik.com

Viele behaupten Meditation funktioniert am besten wenn du dich mit der Natur verbindest. Da wir nicht immer die Gelegenheit haben im Freien zu meditieren, können wir dennoch ein Stück Natur zu uns nachhause bringen. Indem wir uns mit natürlichen Elementen umgeben. So bringst du die vier Elemente an deinen Meditationsort.

Feuer
Ein Kaminfeuer, Kerzen oder eine Tischfeuerschale verbreiten Gemütlichkeit, Wärme und Geborgenheit.

Räucherwerk, wie Palo Santo, Lavendel und Kräuter reinigen deinen Meditationsort.
Foto: Freepik – Freepik.com

Wasser
Stelle dir eine Karaffe mit gefiltertem Wasser bereit, damit du immer genug zu trinken hast. Das Wasser kannst du mit ein paar Tropfen ätherischem Öl oder frischen Früchten und Kräutern beleben. Das Geräusch eines Zimmerbrunnens kann dir helfen mehr in die Ruhe zu kommen.

Natürliche Materialien wie Holz, Sand oder Stein fördern den Kontakt zur Natur an deinem Meditationsort.
Foto: Awesomecontent – Freepik.com

Erde
Zimmerpflanzen wie ein Bonsai, Schnittblumen oder zum Beispiel eine Dekoschale mit Sand und Muscheln. Auch Edelsteine sind als Helfer für die Meditation einsetzbar. Natürliche Materialien wie Holz, Baumwolle oder Bambus als Deko zu verwenden kann das Gefühl mit der Natur verbunden zu sein noch mehr stärken.

Luft
Wenn du nicht im Freien sein kannst, sorge für ausreichend frische Luft im Raum. Lüfte z.B. einmal vor der Mediation und nach der Meditation gründlich den Raum, man sagt so ziehen auch die negativen Energien, die sich vielleicht gelöst haben, nach draußen.

4. Sorge für die richtige Atmosphäre an deinem Meditationsort

Musik kann dich an deinem Meditationsort entspannen.
Foto: Natalialba – Freepik.com

Musik kann der Schlüssel sein, um dich selbst zur Ruhe zu bringen. Mich persönlich lenkt Musik mit Gesang gerne mal ab, deshalb empfehle ich eher instrumentale Stücke zu spielen oder auf Naturgeräusche zurück zu greifen. Das kann zum Beispiel Vogelgesang, Regentropfen oder Meeresrauschen sein. Ich spiele gern abwechselnd Musik oder mache meinen Zimmerbrunnen an. Damit du nicht beim Meditieren unterbrochen wirst, kannst du die Musik auf Dauerschleife stellen oder eine Playlist abspielen.

Ich höre z.B. gerne das Geräusch von Regentropfen, Alpha Waves oder Herzfrequenzmusik (432 Hz).

5. Aromatherapie* für die Meditation

Aromatherapie während der Meditation verstärken Gefühle.
Foto: Pholigo – Freepik.com

Schon lange ist bekannt, das jeder Duft eine andere Wirkung auf den Menschen hat. Lavendel beruhigt, Zitrone hellt die Stimmung auf und Pfefferminze kann dich konzentrierter machen. Für die Aromatherapie empfehle ich hochwertige 100% naturreine ätherische Öle zu kaufen.

Aromatherapie wird mit vielen guten Wirkungen auf den Körper und Geist in Verbindung gebracht: Einige Öle können das Immunsystem anregen, Muskelschmerzen lindern oder Stress reduzieren. Hier ein paar Beispiele für ätherische Öle und ihre mögliche Wirkung auf dich. Dazu habe ich dir ein passendes Mantra notiert, welches du dir während der Meditation laut oder innerlich aufsagen kannst.

Rose
Der Rosenduft steht für die göttliche universelle Liebe. Mantra: „Ich bin geliebt.“

Sandelholz
Hingabe und Kontrolle loslassen. Mantra: „Ich lasse alles los was nicht zu mir gehört.“

Zedernholz
Gemütlichkeit, Gemeinschaft und Geborgenheit. Mantra „Ich bin geborgen in mir selbst“

Black Pepper
Das Öl der Demaskierung. Mantra: „Ich darf mein authentisches Ich zeigen“

Ätherische Öle können bei der Meditation helfen und dein zuhause zu einem Meditationsort machen.
Foto: Pvproductions – Freepik.com

Ätherische Öle* kannst du zum Beispiel auf deine Kopfkrone auftragen, um die spirituelle Anbindung nach oben zu fördern. Auch andere Orte auf der Haut eignen sich gut zum Anbringen der ätherischen Öle wie die Pulspunkte der Handinnengelenke, der Bereich um den Bauchnabel oder das dritte Auge (der Punkt auf der Stirn, zwischen deinen Augen).

Hier ist die Liste der Dinge die jeden Raum in einen Meditationsort verwandeln können.

Meditationsort mit Buddha Statue.
Foto: Lana_M – Freepik.com
  • Kerzen
  • Räucherbündel
  • Räucherschale
  • Räucherstäbchen
  • Zimmerbrunnen
  • Diffuser / Luftbefeuchter
  • Buddha Statue
  • Salzsteinkerze oder Salzsteinlampe
  • Decke zum Einkuscheln
  • Yogamatte
  • Yogasitzkissen
  • Kleiner Tisch (für die Kerzen, Pflanzen etc.)
  • Ätherische Öle (greife intuitiv nach dem Öl, das dir heute gut tun wird)

Vergiss nicht deinem persönlichen Stil treu zu bleiben. Wenn dir Stille besser gefällt als Musik, dann setze das auch so um. Wenn du kein Fan von Buddha bist, brauchst du natürlich auch keine Statue aufzustellen. Es geht beim Meditieren ganz um dich und dein Wohlbefinden, nur so kannst du dich tief entspannen. Ich wünsche dir viel Spass, beim Einrichten deines Meditationsraums!

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Sandra Strixner

ist eine Genussweltenbummlerin die gerne neue Länder und Kulturen entdeckt. Rezepte auf Pflanzenbasis zu entwickeln lässt ihr Herz höher schlagen. Sie ist ein Green-Networker und beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Ernährungslehre und Tierschutz. Als geprüfte Fachberaterin für holistische Gesundheit darf sie Menschen dabei helfen sich selbst zu heilen.

Für den Inhalt des Artikels ist ausschließlich der Autor verantwortlich.


Titelbild photocredits: Freepik – Freepik.com

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