Wassereinlagerungen verlieren – 7 Tipps um natürlich zu entwässern

Wassereinlagerungen verlieren – 7 Tipps um natürlich zu entwässern

Viele von uns trifft es an heißen Sommertagen – Beine und Füße schwellen an und schmerzhafte Wassereinlagerungen machen sich bemerkbar. Es gibt auch Menschen Medikamente zu sich nehmen, deren Nebenwirkungen Wassereinlagerungen im Körper sind. Auch eine falsche Ernährung kann dein Gesicht, die Finger oder auch den Bauch aufquellen lassen. Die Lösung ist Entwässerung. Durch Entwässerung kannst du nicht nur schmerzhafte Wassereinlagerungen, sondern auch Gewicht verlieren – denn 1 Liter Wasser entspricht 1 kg Körpergewicht.

Was sind Wassereinlagerungen?

Wassereinlagerungen können entstehen, wenn Wasser aus dem Blutsystem und dem Lymphsystem austritt und sich im umliegenden Gewebe ansammelt. Es kommt zu sichtbaren Schwellungen, die auch als Ödem bezeichnet werden können.

Warum kommt es zu Wassereinlagerungen?

Hier ein paar Beispiele wie es zu Wassereinlagerungen im Körper kommen kann:

  • Hormonell bedingt (z.B. durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille oder durch Schwangerschaft)
  • Probleme mit der Niere durch Erkrankung oder durch zu wenig trinken.
  • Mangelernährung, z.B. durch zu wenig Protein, zu wenig Magnesium etc.
  • Falsches Verhältnis von Natrium zu Kalium in der Ernährung durch z.B. zu viel Salz
  • Durch dauerhaftes Stehen, z.B. bei Berufen wie Kellner:in oder in der Krankenpflege.

Wie du lästige Wassereinlagerungen verlieren kannst:

#1 Trinke ausreichend Wasser

Viel Trinken gegen Wassereinlagerungen

Es klingt widersprüchlich, warum Wasser trinken wenn wir davon doch schon zu viel im Körper eingelagert haben? Trinken wir zu wenig, neigt der Körper zu Wassereinlagerung, trinken wir viel dann spült der Körper überschüssiges Wasser aus.

Wir bestehen zu fast 80% aus Wasser, wir brauchen es zur Zellkommunikation zur Entgiftung und für andere Stoffwechselvorgänge. Wasser ist essentiell für unser Leben. Nur sollte es eben nicht übermäßig im Gewebe eingelagert werden.

Beim Wassertrinken ist es wichtig, nicht immer auf den Durst zu warten, denn das bedeutet der Körper schickt dir bereits Warnsignale um endlich zu trinken. Trinke 50 ml pro Körpergewicht pro Tag, wenn du schwitzt dann plane noch mehr Getränke für diesen Tag ein. (Achtung: Manche Krankheitsbilder erfordern ein striktes Einhalten einer gewissen Wassermenge, bitte unterhalte dich hierzu mit deinem Artz / deiner Ärztin.)

Greife zu stillem natriumarmen Wasser, verzichte lieber auf die Kohlensäure das könnte dir sonst den Bauch aufblähen. Wenn dir Wasser zu langweilig ist, dann kannst du Abwechslung reinbringen. Trinke z.B. ungesüßten (Kräuter-) Tee oder Wasser mit frischgepresster Zitrone. Du kannst auch noch mehr Flüssigkeit aufnehmen, indem du wasserreiche Lebensmittel wie Gurke oder Melone zu dir nimmst.

#2 Reduziere ggf. Salz und Zucker in deinem Speiseplan

Salz und Zucker reduzieren gegen Wassereinlagerungen
Foto: Atlascompany – Freepik

Unser Körper steuert unseren Wasserhaushalt durch Natrium und Kalium. Diese Elemente befinden sich auch im Salz, nur oft in einem ungünstigen Verhältnis. Raffiniertes Salz hat meist kein Kalium mehr sondern nur Natrium und Chlorid. Eine erhöhte Zufuhr von Salz kann einen Kaliummangel erzeugen. Kaliummangel kann wiederum zu Wasserinlagerungen führen.

Beobachte dich selbst, wieviel und welches Salz nimmst du zu dir? Du kennst es bestimmt, sobald du eine Gurke mit Salz bedeckst, zieht es Wasser aus ihr heraus, denn Salz bindet Wasser. Das Gleiche kann es auch in deinem Körper tun, 8 Gramm Salz können ca. 1 Liter Wasser im menschlichen Körper binden. Deshalb reduziere Salz, falls du feststellst sehr viel davon zu essen und greife unbedingt auf hochwertiges unraffiniertes Salz ohne Fluorid zurück. Lies dir für mehr Informationen gerne meinen Artikel über gesundes Salz durch.

Wenn du Salz reduzieren möchtest, dann mache dich mit frischen und getrockneten Kräutern vertraut, so musst du auf guten Geschmack nicht verzichten.

Ähnlich verhält es sich mit Zucker, auch dieser bindet Wasser. Wenn du nicht ganz darauf verzichten möchtest, rate ich dir auch hier auf die Gesundheit zu achten und zumindest eine Zuckeralternative in Betracht zu ziehen.

#3 Achte auf eine angemessene Kohlenhydratzufuhr

Kohlenhydrate reduzieren gegen Wassereinlagerungen
Foto: Galinkazhi – Freepik

Auch Kohlenhydrate können Wasser im Körper binden. Achte bei der Kohlenhydratzufuhr darauf, nicht über den Hunger zu essen. Etwa 40 – 60% der Gesamtenergie darf von Kohlenhydraten kommen. Wechsle auch die Art der Kohlenhydrate aus, falls du bisher nur zu den Weißmehlprodukten wie Hartweizennudeln, Weizenbrötchen usw. gegriffen hast. Probiere lieber komplexe Kohlenhydrate zu essen, anstatt die einfachen Kohlenhydrate. Erstere sättigen schneller und halten dein Energielevel über einen längeren Zeitraum oben.

Ein Beispiel: Du tauscht ab sofort das Weißbrot am Morgen gegen ein Vollkornbrot, ein Roggenmischbrot oder ein gekeimtes Körnerbrot ein. Statt Hartweizennudeln kommen auch mal Vollkornnudeln, Kartoffeln, Vollkornreis und viel Gemüse auf den Teller. Denn viele Gemüsesorten haben auch Kohlenhydrate die sättigen. Du musst kein Low-Carb Leben führen oder ganz auf Kohlenhydrate verzichten, achte mehr auf die Nährstoffdichte deiner Kohlenhydrate und du wirst einen Unterschied bei deinem Energielevel und hoffentlich auch bald bei deinem Körpergefühl spüren.

#4 Bewege dich ausreichend

Bewegung gegen Wassereinlagerungen
Foto: Freepik

Auch Bewegung verschafft deinem Stoffwechsel einen Boost. Da unser Lymphsystem keine Pumpe hat, so wie unser Blutkreislauf das Herz hat, müssen wir selbst für den Antrieb sorgen. Deshalb ist Bewegung unerlässlich für die Gesundherhaltung unseres Körpers. Nur ein funktionierendes Lymphsystem kann Abfallstoffe entsorgen. Gesunde Menschen können sich einfach ihren Lieblingssport aussuchen, wie z.B. Schwimmen, Radfahren, Trampolinspringen oder Kickboxen.

Wenn du wegen Schmerzen oder Schwäche, kaum noch Bewegung genießen kannst, dann versuche es mit einer speziellen Lymphdrainage, damit unterstützt du auch den Lymphabfluss. Eine Lymphdrainage ist eine Massage, die du selbst mit den Fingern durchführen kannst, es gibt dafür auch ausgebildete Therapeuten, die dir weiterhelfen können.

#5 Trockenbürstenmassage

Trockenbürsten gegen Wassereinlagerungen
Foto: Wayhomestudio – Freepik

Beim Trockenbürsten regst du den Lymphfluss durch eine leichte Massage an. Das fördert den Abtransport von übermäßigem Wasser und Schadstoffen. Die sanfte Massage durch die Borsten der Bürste regt so zugleich den Stoffwechsel an. Besorge dir den Tieren zuliebe eine Bürste ohne Schweineborsten. Es gibt synthetische Borsten oder auch natürliche Borsten aus der Agave.

Trockenbürsten Anleitung:
  1. Du kannst vor dem Duschen oder Baden Trockenbürsten, in jedem Fall solltest du dich von Kleidung befreien und trockene Haut haben.
  2. Deine Bürstenmassage beginnst du mit kreisenden Bewegungen am rechten oder linken Fuß. Achte auf einen sanften Druck, der nicht schmerzt. Es soll stark genug sein, um ein Kribbeln auszulösen, die Durchblutung und der Lymphabfluss sollen dadurch angeregt werden. Die Haut darf leicht gerötet sein, aber bitte nicht zerkratzt.
  3. Arbeite dich nun langsam nach oben Richtung Rumpf. Mache lange Streich- und Kreisbewegungen, lass die Bürste über die Beine bis hoch über die Oberschenkel zu Hüften und zum Gesäß kreisen.
  4. Bewege dich mit der Bürste immer hin zu den Lymphknoten, stell dir vor du kehrst den Abfall in die Mülltonne.

Einmal täglich für etwa 5 Minuten kannst du dich mit dieser wohltuenden Massage selbst verwöhnen. Regelmäßiges Trockenbürste wirkt wie eine sanfte Lymphdrainage.

#6 Nimm mehr entwässernde Lebensmittel zu dir

entwässernde Lebensmittel gegen Wassereinlagerungen
Foto: Sandra Strixner

Wassereinlagerungen kannst du auch durch eine gesunde Ernährung verhindern oder damit reduzieren.

Entwässernde Lebensmittel

Es gibt einige Lebensmittel die eine Entwässerung des Körpers zusätzlich unterstützen können wie Gurken, Ananas, Melonen, Erdbeeren, Spargel, Rettich, Artischocken, Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Avocados, Reis und sogar Kartoffeln. Probier doch mal diesen fruchtigen Spargelsalat.

Entwässernde Getränke

Bei den Getränken die entwässern, steht natürlich Wasser an oberster Stelle aber auch ungesüßter Bio-Cranberrysaft, Wasser mit frischer Gurke oder Selleriesaft aus gepressten Selleriestangen wirken entwässernd. Auch hier gilt wieder Salz und Zucker entweder wegzulassen oder zu reduzieren.

Brennnessel und Löwenzahn entwässern ebenfalls den Körper

Löwenzahntee gegen Wassereinlagerungen
Foto: Oksix – Freepik

Löwenzahn und Brennnessel haben beide eine entwässernde Wirkung auf den Körper, da sie die Harnproduktion anregen und dadurch die Entgiftung über die Nieren fördern. Ein Löwenzahntee oder Brennnesseltee lässt sich aus frischen oder getrockneten Pflanzen herstellen. Den Tee bitte nicht mit Zucker süßen, denn dieser kann auch Wasser binden. Eine Anleitung habe ich dir verlinkt. Die Pflanzen gibt es auch als Extrakte in Tablettenform zu kaufen, diese kannst du dann je nach Packungsbeilage mit Wasser zu dir nehmen.

Achtung: Wenn du unter Wassereinlagerungen im Körper leidest, die von einer eingeschränkten Herz- oder Nierenfunktion kommen, solltest du Brennnessel und Löwenzahn nicht anwenden.

#7 Achte auf eine ausreichende Zufuhr von Magnesium und Vitamin B6

geschwollene Beine und Füße können auf Krankheiten hinweisen
Foto: Toa55 – Freepik
Ein Vitamin B6- oder Magnesiummangel können ebenfalls zu Wassereinlagerungen im Körper führen.

Diese Lebensmittel enthalten Magnesium:

  • grünes Gemüse (z.B. Spinat)
  • Sauerkraut
  • rohes Kakaopulver, Kakaonibs oder Rokostschokolade
  • Avocado
  • Nüsse
  • Vollkornprodukte
  • uvm.

Hier ein paar Beispiele für Vitamin B6-haltige Lebensmittel:

  • Vollkornprodukte
  • Gemüse: Hülsenfrüchte wie grüne Bohnen, Kartoffeln, Erbsen, Linsen, Kohlgemüse wie Brokkoli und Rosenkohl, Spinat, Feldsalat, Tomaten.
  • Obst: Bananen, Avocados

Wenn du häufiger geschwollene, schmerzende Füße hast, dann lass dich unbedingt von einem Arzt/ einer Ärztin untersuchen. Dahinter können sich auch ernstzunehmende Krankheiten verstecken. Ich hoffe sehr du kannst dein eingelagertes, überschüssiges Wasser verlieren. Ich wünsche dir von Herzen, dass du dich bald leichter und befreiter fühlst! Alles Gute.

Die hier aufgeführten Informationen dienen ausschließlich der Wissensvermittlung und stellen keine Heilversprechen oder allgemeingültige Empfehlungen dar. Des Weiteren ersetzen sie keinen Arztbesuch. Bitte wende dich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Arzt oder Apotheker.


Sandra Strixner

ist eine Genussweltenbummlerin die gerne neue Länder und Kulturen entdeckt. Rezepte auf Pflanzenbasis zu entwickeln lässt ihr Herz höher schlagen. Sie ist ein Green-Networker und beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Ernährungslehre und Tierschutz. Als geprüfte Fachberaterin für holistische Gesundheit darf sie Menschen dabei begleiten sich selbst zu heilen.


Photocredits Titelbild: Inna-Zueva5 – Freepik