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Kennst du die vier Glückshormone und weißt, wie du ihre Produktion anregst?

Unser Körper ist dazu in der Lage Glückshormone zu produzieren, diese schüttet er in ganz bestimmten Momenten des Lebens aus. Diese Hormone können stimulierend, entspannend, stimmungsaufhellend, stresslindernd oder auch schmerzstillend wirken. Wenn du weißt, was dir gut tut dann kannst du mithelfen und deine eigene Hormonproduktion anregen.

Das sind die 4 Glückshormone und ihre Funktionen im Körper

Der wissenschaftliche Begriff wäre eigentlich Botenstoffe oder Neurotransmitter aber wegen ihrer Aufgaben im Körper finde ich die Bezeichnung Glückshormone sehr passend.

1. Serotonin – ist so viel mehr als ein Glückshormon

Das Hormon Serotontin ist uns als Stimmungsaufheller bekannt. Tatsächlich ist es nicht nur ein Glückshormon, sondern auch an vielen anderen Prozessen im Körper beteiligt. Serotonin wirkt sich auf das Schmerzempfinden, das Sexualverhalten, den Schlafrhythmus, die Verdauung und unseren emotionalen Zustand aus.

Serotonin ist das wohl bekannteste Glückshormon. Du kannst dein Serotoninlevel selbst erhöhen..
Foto: Radu Florin unsplash

So stimulierst du die Produktion von Serotonin:

  • Meditation
  • In der Sonne liegen
  • Sport und Bewegung, z.b. durch Yoga
  • In der Natur spazieren
  • Magnesium supplementieren oder über die Ernährung aufnehmen
  • Aminosäure L-Tryptophan ergänzen oder über die Ernährung aufnehmen
  • Deine Darmflora sollte ausgewogen und gesund sein (Quelle)

2. Oxytocin – unser Liebeshormon

Oxytocin wird auch Kuschelhormon genannt, weil es besonders bei Berührungen ausgeschüttet wird. Beim Ausstoß von Oxytocin wird Stress und Angst vermindert und das Wohlbefinden steigt.

Bereits bei der Geburt spielt es eine wichtige Rolle, denn es löst die Wehen bei der Mutter aus. Heute weiß man, wenn das Kind geboren ist soll es wenn möglich gleich auf die Brust der Mutter gelegt werden, so entsteht bereits Vertrauen und Bindung. Oxytocin fördert zudem den Milchfluss der Mutter und unterstützt uns im weiteren Leben auch Vertrauen in andere Menschen fassen zu können.

Wusstest du, dass Monogamie – also das Leben mit nur einem Sexualpartner – unter Säugetieren nicht sehr verbreitet ist? Bei uns Menschen ist es anders, durch das Hormon Oxytocin haben viele Paare eher Lust auf den einen Partner / die eine Partnerin, weil das Bindungshormon das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert und den Partner / die Partnerin zudem noch attraktiver wirken lässt.

Oxyocin ist das Liebeshormon und wird vor allem durch Berührung aktiviert. Glückshormone aktivieren.
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So stimulierst du die Produktion von Oxytocin:

  • Einen Hund streicheln
  • Kuscheln und Berührungen
  • Gruppenerfahrungen wie z.B. gemeinsames Mantrasingen oder im Chor singen.
  • Sich selbst sanft streicheln und umarmen
  • Sex mit einem geliebten Partner
  • Wohltuende Wärme z.B. durch eine Wärmflasche oder ein warmes Bad
  • Komplimente geben und empfangen
  • Die Liebsten umarmen
  • Ein Baby halten
Mutter hält ihr Baby und schüttet dabei Oxytocin aus.
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3. Dopamin – Der Motivator

Dopamin ist als Belohnungshormon bekannt. Es sorgt es dafür, dass Gefühle und Empfindungen weitergeleitet werden, steuert die Durchblutung der inneren Organe und gibt Impulse an die Muskeln weiter. In Kombination mit Serotonin wirkt Dopamin emotional stabilisierend und lässt uns Bewegungsabläufe lernen.

Dopamin durch Erfolge. Glückshormone aktivieren.
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So stimulierst du Produktion von Dopamin:

  • Eine Aufgabe erledigen
  • Selbstfürsorge betreiben
  • Lieblingsspeise essen
  • Kleine wie große Erfolge feiern
  • Praktiziere die Yoga Nidra Meditation (Quelle)
  • Esse ausreichend Proteine, besonders die Aminosäure Tyrosin spielt eine Rolle bei der Dopaminproduktion. Beispiele für Tyrosin-Lieferanten: Soja und andere Hülsenfrüchte.
  • Tyrosin kann auch aus der Aminosäure Phenylalanin hergestellt werden.
  • Iss weniger gesättigte Fettsäuren, diese können die Dopaminsignalisierung im Gehirn stören. Beispiele für gesättigte Fettsäuren: Tierische Fette, Milchprodukte oder Palmöl. (Quelle, Quelle, Quelle)
  • Konsumiere Probiotika (lebende Mikroorganismen). Einige Bakterienstämme sind dazu in der Lage Dopamin zu produzieren. (Quelle, Quelle)
  • Der Darm ist dafür bekannt Neurotransmitter zu produzieren, deshalb solltest du dich um eine gute Darmgesundheit kümmern. (Quelle)

4. Endorphin – das körpereigene Schmerzmittel

Endorphine sind die Schmerzhemmer für den Körper. Ähnlich wie Opium oder Morphin, können Endorphine den Körper in eine Art Rauschzustand versetzen. Deshalb werden Endorphine auch nach Verletzungen ausgeschüttet. Sie regulieren außerdem unser Hungergefühl und unsere allgemeine Stimmung. Sportler kennen die Wirkung von Endorphinen wenn ein plötzlicher Energieschub einsetzt und die Erschöpfung dadurch gelindert wird.

Endorphine durch Sport. Glückshormone aktivieren.
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So stimulierst du die Produktion von Endorphin:

  • Lustige Filme ansehen
  • Bitterschokolade essen
  • Auspowern z.B. durch ein Fitnessprogramm (etwa 30 Minuten sollten ausreichen)
  • Synchrones Tanzen wie z.B. Zumba
  • Lachen (je mehr desto besser)
  • Sex mit dir selbst oder einem Partner
  • Rieche an Vanille oder Lavendel, ich habe sie immer in Form von ätherischen Ölen zuhause.
Vier Glückshormone und wie du sie aktivierst.

Nicht alles im Leben kann mit Glück verbunden sein, dennoch wollen wir alle so zufrieden wie möglich sein. Ich hoffe die oben genannten Beispiele helfen dir, deine Glückshormone anzuregen und mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen. Ich wünsche dir ganz viele dieser Glücksmomente.


Sandra Strixner

ist eine Genussweltenbummlerin die gerne neue Länder und Kulturen entdeckt. Rezepte auf Pflanzenbasis zu entwickeln lässt ihr Herz höher schlagen. Sie ist ein Green-Networker und beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Ernährungslehre und Tierschutz. Als geprüfte Fachberaterin für holistische Gesundheit darf sie Menschen dabei helfen sich selbst zu heilen.

Für den Inhalt des Artikels ist ausschließlich der Autor verantwortlich.


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